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Zweiter Nottulner Kidical Mass mit vielen Familien

Vorrang für Radfahrer

Nottuln

Die Familien sind wieder auf die Straße gegangen - oder besser: gefahren. Auch die zweite Demonstration „Kidical Mass“ war gut besucht. In Nottuln wird für die Verkehrswende Farbe gezeigt.

Auch diesmal waren ganze Familien der Einladung der ADFC-Ortsgruppe Nottuln gefolgt und beteiligten sich am Sonntag am zweiten Nottulner Kidical Mass. Foto: Iris Bergmann

„Die Kinder müssen sicher auf dem Radweg fahren können und gut zur Schule kommen“, findet Valerie Schubert, und ihr Mann Sebastian stimmt ihr zu. Zusammen mit ihren Söhnen Linus (8) und Marlon (6) sind sie am Sonntagnachmittag zur zweiten „Kidical Mass“-Fahrraddemo in Nottuln gekommen. Die ADFC-Ortsgruppe, federführend Michael Zimmermann und Günter Dieker, hatten dazu eingeladen.

„Das Wetter ist ja Gott sei Dank besser als vorausgesagt“, freute sich Dieker. Das habe geklappt. Nur die Einladungsflyer zu der Protestaktion, die seien zu spät geliefert worden und konnten nicht mehr überall verteilt werden. Dennoch fanden sich nach und nach Familien auf dem Schulhof der Liebfrauenschule an der Burgstraße ein. „Wir waren erst auf dem Stiftsplatz“, entschuldigten sich zwei verspätete Radlerinnen. Wegen der Baustelle hatte der ADFC von Schulleiter Heinrich Willenborg die Erlaubnis bekommen, den Fahrradprotest auf dem Schulhof zu starten.

Mit der Aktion „Kidical Mass“ soll Druck ausgeübt werden, dem motorisierten Individualverkehr keinen Vorrang mehr zu geben und Rad- und Fußwege auszubauen. Außer in Nottuln fanden noch in 214 weiteren Orten diese Veranstaltungen statt.

Pünktlich um 15 Uhr setzte sich der Fahrradtross mit viel Gebimmel und Musik in Bewegung und nahm – mit dem Polizeiwagen vorweg – Nottulner Straßen unter die Räder. Der Autoverkehr musste langsam hinterher. Am Kreisel an der Schapdettener Straße wurde Halt gemacht und dieser für die Autos gar gänzlich blockiert. Mit Kreide malten die Kinder in aller Ruhe bunte Motive auf die Straße, während die Autos warteten. „Die Autofahrer waren insgesamt sehr diszipliniert“, wusste Wolfgang Lange vom ADFC von der Tour zu berichten.

Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes hatte sich übrigens ebenfalls unter die Teilnehmenden des „Kidical Mass“ gemischt und war begeistert: „Mal die Straße ganz für sich zu haben, das war ein super Erlebnis.“

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