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Alte Amtmannei wird Corona-Testzentrum

Warten auf Düsseldorf

Nottuln

Die Helferinnen und Helfer des DRK und die Gemeinde Nottuln sind in Wartestellung. Aber noch fehlt die letzte Verordnung für das lokale Corona-Testzentrum in der Alten Amtmannei.

Frank Vogel

Die Alte Amtmannei soll zum Corona-Testzentrum werden. Allerdings warten Gemeinde und DRK noch auf die notwendige Verordnung aus Düsseldorf, um starten zu können. Foto: Frank Vogel

Nein, so schnell wird es dann leider doch nicht gehen. Die Versprechen aus Berlin und Düsseldorf zur flächendeckenden kostenlosen „Bürgertestung“ können nicht eingehalten werden. Auch das Corona-Testzen­trum in Nottuln, das – wie berichtet – in der Alten Amtmannei eingerichtet werden soll, wird erst im Laufe dieser Woche, möglicherweise erst in der kommenden Woche seine Arbeit aufnehmen können.

Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes, ärgert sich sehr über diese Situation. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, dass die Landesministerinnen und Landesminister zwölf Stunden mit der Bundeskanzlerin diskutieren. „Und wir warten hier händeringend darauf, dass wir loslegen können.“ Die Bundesverordnung lag zwar am Morgen nach der Ministerpräsidentenrunde vor, die darauf basierende Allgemeinverfügung des Landes folgte aber erst am Montagmorgen (8. März), und die Testungsverordnung des Landes soll gar erst am Mittwoch (10. März) kommen.

Auf Letztere wartet auch die Gemeinde Nottuln dringend. „Wir stellen die Alte Amtmannei als Testzentrum zur Verfügung und müssen schauen, ob die Räumlichkeiten den Vorgaben der Landesverordnung gerecht werden“, erklärt Rechtsrat Stefan Kohaus. Immerhin: Nach dem, was er bislang vorliegen habe, „scheinen die Anforderungen aber nicht unüberwindbar zu sein“.

Kohaus wie auch Schlütermann betonen, dass sie so schnell wie möglich starten und möglichst pragmatisch mit der Situation umgehen wollen. Die Zusammenarbeit zwischen DRK und Gemeinde sei dabei gut. „Dass da etwas auf uns zukommt, war uns früh klar. Deshalb sind wir schon vor einiger Zeit mit der Gemeinde wegen eines Testzentrums im Gespräch gewesen“, berichtet Christoph Schlütermann. „Und Bürgermeister Thönnes hat uns die Unterstützung der Gemeinde dabei sofort zugesichert.“

Trotzdem wird es nun wegen der Verzögerungen bei den Verordnungen noch dauern. „Vielleicht schaffen wir es diese Woche, sonst in der nächsten“, kann sich Schlütermann noch nicht festlegen. Das Zentrum werde mit hauptamtlichen Kräften, die bereits eingestellt sind, betrieben. Höchstens für Wochenendschichten oder Notfälle sollen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes eingesetzt werden. Und was er an denen hat, weiß Christoph Schlütermann sehr genau: „Auf unsere Ehrenamtlichen können wir uns immer verlassen.“

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