Evangelische Friedens-Kirchengemeinde

„Weil es einfach Spaß macht“

Appelhülsen

Geheimnisvoller Orient! In Appelhülsen sind gerade viele Kinder dabei, diese Geheimnisse zu lüften. Sie nehmen an der Ferienaktion der evangelischen Gemeinde teil. Rosi Gaffrey hat ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.

Ludger Warnke

Gruppenbild vor der Jurte, in der Märchen aus „1001 Nacht“ erzählt werden. Das von Rosi Gaffrey organisierte Ferienprogramm der evangelischen Kirchengemeinde bereitet allen Kindern großen Spaß. Foto: Ludger Warnke

Von Ferienruhe ist im Jugendhaus der evangelischen Friedens-Kirchengemeinde in Appelhülsen nichts zu spüren. 25 Kinder wuseln durch die Räume, basteln Armreife, Schnabelschuhe, Kaftane, Schleier für die Mädchen und Säbel für die Jungen. Und alle paar Sekunden ruft jemand: „Rosi, kannst du mir helfen?“, „Rosi, ist das so richtig?“, „Rosi, hast du meine Sachen gesehen?“ . . . Gemeint ist Rosi Gaffrey, die gefühlt wohl jedes Appelhülsener Kind kennt und die auch in diesem Jahr die Ferienfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde organisiert hat. Sie behält selbst im größten Trubel den Überblick und ihre Fröhlichkeit. „Für die Kinder mache ich, was möglich ist“, erzählt sie im WN-Gespräch.

In diesem Jahr hat sie die Appelhülsener Ferienaktion unter das Thema „1001 Nacht“ gestellt. Gestern am zweien Aktionstag lautet das Tagesmotto „Auf dem Basar“. Die Kinder lernten, was ein Basar ist, und bastelten weiter an ihrer eigenen Kleidung aus „1001 Nacht“. Zwischendurch gibt es natürlich immer wieder Spiele und mittags ein leckeres Mittagessen.

Maximal 25 Kinder können an den einzelnen Aktionstagen des Ferienprogramms teilnehmen. Mit Ausnahme der Abschlussfahrt ist alles kostenlos für die Kinder. „Unser Ferienprogramm finanziert sich ausschließlich aus Spenden“, erzählt Rosi Gaffrey und freut sich, dass dies nach wie vor funktioniert.

Wichtig ist ihr, dass die Kinder nicht nur Spaß am Spielen und Basteln haben, sondern auch immer etwas dazulernen. Die Jungen zum Beispiel wissen nun, dass ihre selbst gebastelten orientalischen Säbel nicht als Waffe dienten, sondern in erster Linie ein Symbol für die Aufnahme in die Erwachsenengemeinschaft darstellten.

Mehrere Wochen dauert es im Vorfeld, bis Rosi Gaffrey ein komplettes Ferienprogramm ausgearbeitet hat. „Ein geeignetes Thema zu finden, ist eigentlich das Schwierigste dabei“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. Dabei hat sie allerdings einen großen Vorteil: Als gelernte Grabungstechnikerin und verheiratet mit einem Archäologen hat sie eine große Vorliebe für Geschichte und andere Kulturen. Da lässt sich das berufliche Wissen gut für die Ferienaktion nutzen.

Wenn es dann an die praktische Umsetzung geht, kann die Appelhülsenerin stets auf die Hilfe von Eltern und Jugendlichen zählen. „Ohne diese großartige Hilfe wäre das Ferienprogramm gar nicht möglich“, spricht sie allen Beteiligten ein großes Dankeschön aus. „Weil es uns einfach Spaß macht“, halfen gestern zum Beispiel die beiden Jugendlichen Ida Marie Howey aus Nottuln und Marlene Henning aus Darup mit. Und später am Nachmittag kam noch Mutter Katja Howey dazu. Die gelernte Erzieherin schlüpfte in die Rolle der orientalischen Märchenerzählerin und stellte den Kindern in der großen Jurte am Jugendhaus das Märchen vom „kleinen Muck“ vor.

Ein schöner Abschluss für einen ganz und gar nicht langweiligen Ferientag.

Ferienprogramm „1001 Nacht“

Insgesamt sieben Termine sind im Ferienprogramm der evangelischen Gemeinde noch geplant. Es folgen:6. August (Dienstag): Motto „Arabisch schreiben“ (Papier schöpfen, Kalligraphie); 8. August (Donnerstag: „Waschtag im Hamam“ (Aktionstag nur für Mädchen, Seifen und Parfüm selbst herstellen); 13. August (Dienstag): „Alibaba und die 40 Räuber“ (Aktionstag nur für Jungen, Abenteuerspiele); 15. August (Donnerstag): „Aladin und Jasmin“ (Alles dreht sich um Wolle: Teppich knüpfen, Quaste herstellen); 20. August (Dienstag): „In der Wüste“ (Sandspiele, Sandbilder).Ein besonderer Aktionstag wird der 22. August (Donnerstag). Unter dem Motto „Orientalische Köstlichkeiten“ sind dann auch die Eltern zum gemeinsamen Picknick mit den Kindern eingeladen. Die Kinder werden einen Basar aufbauen und ihre Sachen, die sie hergestellt haben, den Eltern zeigen. „Die Teilnahme der Eltern zum Abschluss hat sich eingebürgert und wird von den Eltern auch sehr gut angenommen“, freut sich Rosi Gaffrey.Krönender Abschluss wird am 24. August (Samstag) der Ausflug zum Freizeitpark „Irrland“ am Niederrhein sein.

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