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Radweg an der Landstraße 874

Weiterhin Ende im Gelände

Nottuln

Es geht nicht weiter in Sachen Radweg an der Landstraße 874. Auch der Versuch der Grünen, durch ein Planfeststellungsverfahren an das noch fehlende Grundstück heranzukommen, ist gescheitert.

Ludger Warnke

Der Radweg entlang der Landstraße 874 zwischen Nottuln und Havixbeck endet schon nach rund 100 Metern hinter der Kreuzung Umgehungsstraße. Danach müssen Radfahrer auf die Straße ausweichen. Foto: Frank Vogel

Stillstand beim Radwegeprojekt an der Landstraße 874 Nottuln – Havixbeck. Weil der Landesbetrieb Straßen.NRW auch mit Unterstützung der Gemeinde Nottuln weiterhin keine Einigung mit einem Grundstückseigentümer über den Erwerb seiner Fläche erzielen kann, ruht das Vorhaben. Der Antrag der Nottulner Grünen, ein förmliches Planfeststellungsverfahren für das Projekt einzuleiten, um am Ende über einen Planfeststellungsbeschluss ein Enteignungsverfahren durchzuführen (wir berichteten), ist nach Auskunft der Gemeindeverwaltung nicht möglich, da die rechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind.

Der Grünen-Antrag war Thema im Ausschuss für Umwelt und Mobilität. In einem nicht öffentlichen Teil informierte die Gemeindeverwaltung über die Hintergründe. Im öffentlichen Sitzungsteil wurde dann ohne weitere Diskussion beschlossen, dass die Verwaltung weiterhin Möglichkeiten für eine Einigung beim Grunderwerb ausloten wird.

Keine Chance über Planfeststellung

Bereits seit mehreren Jahren steht der von Politik und vielen Bürgern gewünschte Rad- und Gehweg entlang der Landstraße zwischen Nottuln und Havixbeck auf einem der vorderen Ränge in der Prioritätenliste für den Radwegebau an Landesstraßen. Das Projekt bietet für die gemeindliche Entwicklung eine große Chance, formuliert die Gemeindeverwaltung in ihrer Sitzungsvorlage. Und: „Die Route taugt dabei vor allem für den alltäglichen wie auch für den freizeitorientierten Radverkehr in der Baumbergeregion und verspricht zudem, die Verkehrssicherheit im betreffenden Abschnitt zu erhöhen.“

Der zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW ist daher in die Planung und in die Gespräche mit den Grundstückseigentümern eingestiegen. Die Gemeinde Nottuln begleitet diese Bemühungen unterstützend. Weil mit einem Grundstückseigentümer bislang keine Einigung zu erzielen war, konnte der lückenlose Bau des Radweges zwar geplant, aber eben nicht umgesetzt werden.

Etappenweises Arbeiten unpraktikabel

Grundsätzlich wäre auch eine nur abschnittsweise Realisierung des Radweges denkbar, so die Verwaltung, doch erschwert die Unterbrechung des Radweges das Gesamtprojekt erheblich. Denn: Der neue Rad- und Gehweg befindet sich in einem Landschaftsschutzgebiet. Damit der Weg gebaut werden kann, ist eine Befreiung von den Bestimmungen des Landschaftsplans erforderlich. Der Landschaftsbeirat des Kreises Coesfeld hat diese Freigabe in seiner Sitzung im November vergangenen Jahres nicht erteilt. „Maßgeblich für diese Entscheidung war die Ansicht, dass die mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft in keinem angemessenen Verhältnis zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse stehen, da der Rad-/Gehweg aufgrund von Problemen beim Grunderwerb nicht durchgängig umgesetzt werden kann“, heißt es in einem Schreiben von Straßen.NRW an die beteiligten Behörden.

Fazit: Die Arbeiten an dem Projekt ruhen.

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