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Einladung zur Teilhabe-Werkstatt am 4. Februar im Forum

Welche Bedarfe gibt es?

Nottuln

Das Thema Teilhabe wird in der Gemeinde Nottuln von unterschiedlichen Gremien bearbeitet. „Es hat sich gezeigt, dass nun ein weiterer Schritt getan werden muss“, sagt Peter Amadeus Schneider. Und lädt zur Teilhabe-Werkstatt ein.

Teilhabe kann gelingen, wenn sich viele dafür einsetzen. So wie beim Städtepartnerschaftsjubiläums mit Chodziez, als das Projekt „Barrierefreie Städtepartnerschaft“ erfolgreich durchgeführt wurde. Menschen mit Handicap aus Chodziez und Nottuln lernten sich kennen, die Gruppe war schnell ein wichtiger integrierter Teil des Jubiläums. Foto: Ulli Messing

„Teilhabe für alle!“ Drei Wörter, die wie eine Selbstverständlichkeit klingen. Alle Menschen in der Gemeinde Nottuln sollen die Möglichkeit haben, am sozialen, kulturellen und politischen Leben hier vor Ort teilzunehmen. Damit beschäftigen sich auch in Nottuln seit vielen Jahren Gremien wie die Lokalen Teilhabekreise der Stift-Tilbeck-Außenwohngruppen oder der heutige Teilhabebeirat der Gemeinde Nottuln. Ihre Arbeit ist noch lange nicht beendet. „Im Lauf der letzten Jahre hat sich zunehmend gezeigt, dass nun ein weiterer Schritt in den Bemühungen um ‚Teilhabe für alle‘ getan werden muss“, sagt Peter Amadeus Schneider.

Der frühere Bürgermeister der Gemeinde Nottuln hat die Organisation einer Teilhabe-Werkstatt übernommen, die von der Gemeinde Nottuln, der Teilhabebeauftragten Maria Dörndorfer und vom Teilhabebeirat der Gemeinde Nottuln am 4. Februar (Samstag) im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums veranstaltet wird. Dazu ist jeder und jede eingeladen.

Mehr als 500 Einladungen verschickt

Mehr als 500 Einladungen zu dieser Werkstatt hat Schneider per E-Mail verschickt – und die ersten Rückmeldungen mit der Zusage zur Teilnahme liegen schon vor. „Von daher kann ich sagen, die Teilhabe-Werkstatt wird stattfinden“, betont er im WN-Gespräch. Nicht nur er als Organisator, sondern auch Gemeinde, Teilhabebeauftragte und Teilhabebeirat hoffen auf eine große Resonanz, denn letztlich betrifft das Thema jeden in der Gemeinde. „Manche Menschen werden aufgrund einer persönlichen Beeinträchtigung an der Teilnahme gehindert. Andere Menschen sind aufgrund ihrer Lebensumstände eingeschränkt. Und bei wieder anderen Menschen stehen mentale Hindernisse oder mangelnde finanzielle Mittel im Weg“, erklärt Schneider und macht damit deutlich: Es geht um weit mehr als nur um Erleichterungen für zum Beispiel Körperbehinderte. Im günstigsten Falle wird die Teilhabe-Werkstatt nicht nur Schwachstellen in der Gemeinde aufzeigen, sondern auch Ideen sammeln und Wege aufzeigen, wie die Bemühungen um Teilhabe erfolgreich intensiviert werden können. Und der Werkstattcharakter der Veranstaltung mit gemischten Arbeitsgruppen erleichtert noch zusätzlich das Knüpfen neuer Kontakte.

„Alle, die sich dem Thema Teilhabe verbunden fühlen und sich dafür interessieren, sind eingeladen“, betont Peter Amadeus Schneider. Das können natürlich Betroffene selbst sein, die aktuell in irgendeiner Weise bei der Teilhabe am gemeindlichen Leben behindert werden, das können auch Angehörige und Freunde von Betroffenen sein, Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Mitarbeitende aus Wohneinrichtungen, Werkstätten, Beratungsstellen und Hilfsorganisationen, natürlich auch aus der örtlichen Politik.

Kommunikation, Bedarfe und Strukturen beleuchten

Die Teilhabe-Werkstatt am 4. Februar im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums beginnt um 10 Uhr (Eintreffen ab 9.30 Uhr) mit zwei kurzen Impulsbeiträgen von Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Peter Amadeus Schneider. Anschließend werden kleine Arbeitsgruppen gebildet, die sich in drei Arbeitsphasen mit diesen Themen beschäftigen:

Kommunikation: Wie können Betroffene ihre Bedürfnisse erfolgreich artikulieren? Wie erreichen Verantwortliche die betroffenen Menschen?

Bedarfe: Wie können Wünsche sinnvoll ermittelt werden? Gibt es Möglichkeiten, die ermittelten Bedarfe mit den Betroffenen zu bewerten? Ist eine Priorisierung möglich und erlaubt?

Strukturen: Welche Erfahrungen gibt es mit den aktuellen Strukturen? Sind diese hilfreich? Oder hinderlich? Wie erzielt man Aufmerksamkeit in Politik und Verwaltung? Welche Kooperationen sind denkbar?

Zwischendurch gibt es den Austausch über die Gespräche in den Gruppen und natürlich auch eine Mittagspause mit Imbiss. Eine gemeinsame Aussprache um 14.30 Uhr beschließt die Werkstatt. Alles in allem ein bewusst straff geplanter Zeitrahmen, um allen Interessierten das Mitmachen zu ermöglichen.

Um die Teilhabe-Werkstatt gut vorbereiten zu können, wird um Anmeldung per Mail gebeten: wir-sehen-uns@posteo.de Für weitere Infos und Fragen können sich Interessierte an Peter Amadeus Schneider wenden,

 0 25 02/22 19 60.

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