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Gemeinde sucht Wohnraumangebote

Wer hat Platz für geflüchtete Menschen?

Nottuln

Nottulnerinnen und Nottulner zeigen sich mit den Menschen in der Ukraine solidarisch. Die Gemeinde hofft nun, dass die Bevölkerung auch Wohnungen oder Zimmer zur Verfügung stellt. Die Miete sei auf jeden Fall gesichert.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Die Gemeinde Nottuln will ihnen Wohnraum anbieten – und hofft auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Foto: Deml Ondřej/dpa

Die Solidarität der Nottulnerinnen und Nottulner mit den Menschen in der Ukraine ist sehr groß. Das betont die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Diese Solidarität sei nicht zuletzt an der großen Beteiligung an der Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine am vergangenen Freitag im historischen Ortskern deutlich geworden. „Jetzt könnte diese Solidarität noch einen Schritt weiter gehen“, sagt Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes.

Die Gemeinde Nottuln sucht Wohnraum für die geflüchteten Menschen und bittet Wohnungs- und Hausbesitzer darum, sich zu melden, wenn sie Zimmer und/oder Wohnungen für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine zur Verfügung stellen können.

Doch nicht nur für diese Menschen sucht die Gemeinde Nottuln weiteren Wohnraum. „Die Zahl der Flüchtlinge steigt wieder an, und wir müssen mit weiteren Zuweisungen rechnen“, so Thönnes. „Das haben uns das Land Nordrhein-Westfalen und die Bezirksregierung bereits mitgeteilt.“

Zahl der Zuweisungen wird steigen

Die geflüchteten Menschen sind unter anderem verstärkt Schutz suchende Ortskräfte aus Afghanistan, die mit ihren Familien untergebracht werden müssen. Sie wohnen in gemeindeeigenen Unterkünften in den vier Nottulner Ortsteilen. „Und die sind nun fast zu 75 Prozent belegt“, erklärt Benedikt Gellenbeck, Leiter des Fachbereichs Soziales und Schule bei der Gemeindeverwaltung.

„Wir möchten auf jeden Fall vermeiden, dass wir die Flüchtlinge in Turnhallen und Ähnlichem unterbringen müssen“, appelliert Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, an die Hilfsbereitschaft der Nottulnerinnen und Nottulner, freie Mietwohnungen oder Zimmer zu melden und zur Verfügung zu stellen. „Die Wohnungen würden durch die Geflüchteten oder durch die Gemeinde Nottuln angemietet. Auf diese Weise ist die monatliche Mietzahlung sichergestellt“, erklärt Benedikt Gellenbeck in der Pressemitteilung.

„Wollen die Menschen nicht in Turnhallen unterbringen“

Die Flüchtlinge möchte die Gemeinde Nottuln – wenn eben möglich – in privaten Wohnungen und nicht in kommunalen Unterkünften unterbringen, so Bürgermeister Thönnes, „damit die geflüchteten Menschen möglichst schnell wieder ein zumindest halbwegs normales Leben bei uns beginnen können.“

Bürgerinnen und Bürger können sich bei der Gemeinde Nottuln unter der Mail-Adresse ukraine@nottuln.de oder unter der Rufnummer 0 25 02/9 42-2 10 (Benedikt Gellenbeck) melden.

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