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Neubau des Feuerwehrgerätehauses Appelhülsen

Wie kann man Baukosten weiter senken?

Appelhülsen

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist einziges Thema einer Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen. Es geht darum zu entscheiden, an welcher Stelle noch weiter gespart werden kann.

Von Ansgar Kreuz

Das Feuerwehrgerätehaus am Rohlmannsweg hat fast ausgedient. An der Lindenstraße soll bis zum Jahresende 2024 ein Neubau für die Freiwillige Feuerwehr errichtet werden. Foto: Frank Vogel

Beim geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Lindenstraße in Appelhülsen möchte die Gemeinde Nottuln die Kosten senken. Aber auf was kann verzichtet werden und wo ergeben sich Einsparmöglichkeiten? Zu befinden hat darüber der Ausschuss für Planen und Bauen in seiner Sitzung am Mittwoch (17. August) um 19 Uhr im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums. In der Ratssitzung am 27. September (Dienstag) soll dann der Baubeschluss gefasst werden.

Architekturbüro legt Varianten vor

„Damit das Feuerwehrgerätehaus bis zum Ende des vierten Quartals 2024 in Betrieb genommen werden kann, muss die Verwaltung beauftragt werden, die Planungen weiter voranzutreiben“, begründet die Verwaltung in der Beschlussvorlage, warum das Thema jetzt auf die politische Tagesordnung rückt. Aus dem Rathaus wurde das Architekturbüro mit der Erstellung von Varianten beauftragt, „um auf Basis des gewählten Entwurfes einen baulichen Vorschlag zu erarbeiten, der sowohl kosteneffizient als auch nachhaltig ist.“

In der Präsentation sieht das Architekturbüro für die Fahrzeughalle eine Stahlbetonkonstruktion mit Trapezblechdach als momentan wirtschaftslichte Lösung vor. Das Konzept eines „veredelten Rohbaus“ soll sowohl im Lager und den Werkstätten als auch in den Umkleiden und im Seminarbereich zum Tragen kommen.

Drei Vorschläge für die Fassade

Für die Fassade hat das Büro als Varianten ein zweischaliges Mauerwerk mit Kerndämmung, eine hinterlüftete vorgehängte Fassade und ein Wärmedämmverbundsystem betrachtet. In Verbindung mit einer Trennung des beheizten vom ungeheizten Bereich (Fahrzeughallen) des Feuerwehrgerätehauses könnte die Fassade im sogenannten „kalten Bereich“ als reine massive Stahlbetonkonstruktion in Sicht errichtet werden, was eine Ersparnis von circa 100.000 Euro ausmache.

Empfohlen wird eine Änderung des Grundrisses im Umkleidebereich, die 60.000 Euro Einsparungen bringen soll. Würde auf den Übungsturm verzichtet, was aber nicht empfohlen wird, ließen sich weitere rund 85.000 Euro sparen.

Kommunalpolitik muss entscheiden

Die aktuelle Kostenschätzung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Appelhülsen beläuft sich laut Sitzungsvorlage der Verwaltung auf 4,1 Millionen Euro brutto. Die ermittelten Varianten ergeben für die Kostengruppe 300 (Bauwerk – Baukonstruktion) und die Kostengruppe 500 (Außenanlagen und Freiflächen) eine mögliche Kostenreduzierung von 219.000 Euro brutto. In der Kostengruppe 400 (Bauwerk – Technische Anlagen) sollen die Gemeindepolitiker in Einzelfällen über Einsparungen entscheiden.

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