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Konfis der evangelischen Gemeinde gestalten das Friedensgedenken

„Wir sind mehr als die Lauten und Großen“

Nottuln

Die Konfirmanden und Konfirmandinnen der evangelischen Gemeinde haben das Friedensgedenken am Stiftsbrunnen gestaltet. Und dabei auf eine kleine Geschichte zurückgegriffen.

-str-

Beim abschließenden Lied „Gib mir deine Hand, auf Wiederseh‘n“ fassten sich alle Teilnehmenden symbolträchtig bei der Hand und sangen gemeinsam. Foto: Marita Strothe

„Suche Frieden und jage ihm nach“, zitierte am Freitagabend Pastorin Regine Vogtmann zu Beginn des Friedensgedenkens am kleinen Stiftsplatzbrunnen Psalm 34, Vers 15. „Davon haben sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden inspirieren lassen“, erklärte Diakon Ralf Kernbach den rund 70 Anwesenden. 20 junge Menschen der evangelischen Friedens-Kirchengemeinde hatten zusammen mit der Pfarrerin eine Psalmcollage mit Worten und Bildern erstellt, die einige von ihnen nun präsentierten. Danach sangen alle Teilnehmenden im großen Kreis „Da berühren sich Himmel und Erde“, instrumental von Klaus Bratengeyer auf der Gitarre begleitet.

Während eines Wochenendes auf der Jugendburg Gemen hatten sich die Jugendlichen gemeinsam mit Ralf Kernbach intensiv mit der Geschichte „Das kleine Frieden“ von Cornelius Schneider beschäftigt, die Kernbach vorlas: „Da saß es still und leise. In einer kleinen Ecke. Eigentlich war es hier dunkel, doch es selbst verbreitete Licht. Es hatte sich hierher verkrochen, weil es einen Schutzraum suchte. Zu viele wollten ihm an den Kragen. Nun saß es hier in der Ecke. Abgehetzt. Unruhig. Gejagt.“

Doch zum guten Schluss begann das kleine Frieden sich umzugucken und war überrascht: „Da waren ja noch andere. Die Liebe und die Leidenschaft. Das Vertrauen und das Staunen. Die Vergebung und auch die Würde. Sie alle waren da. Selbst die Hoffnung kam, gestützt von dem Mut und der Kraft, langsam auf das Frieden zu. Da wollte das Frieden wieder raus aus der Ecke. Hin zu den anderen. ‚Wir sind mehr‘, sagte es sich. ‚Mehr als die Lauten und Großen. Wir haben mehr zu sagen. Mehr zu geben. Das wird mein Jahr‘, sagte sich das Frieden und ging los.“

Im gemeinsamen Gebet baten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gott um Hilfe zum Erreichen des Friedens und bekräftigten Geschlossenheit beim abschließenden Lied „Gib mir deine Hand, auf Wiederseh‘n“, während dessen sie sich an den Händen fassten.

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