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Protestaktionen am 1. Mai

„Wir stehen für die Zukunft der Daruper Schule“

Darup/Schapdetten

Für die Zukunft der Grundschule in Darup sind in Darup und auch in Schapdetten Familien, Vereine und Gruppen aktiv geworden. Zahlreiche Holztulpen als Zeichen des Protests gegen den politischen Einsparungsbeschluss beim Teilneubau der Grundschule wurden aufgestellt.

Ludger Warnke

Ein Dorf steht geschlossen zusammen! In Darup setzen Vereine, Nachbarschaften, Stammtische und andere Unterstützer an den Ortsausgängen eine Blume für die Schule. Foto: Sammlung Corinna Gottschalk

Die Proteste gegen den Einsparungsbeschluss beim Teilneubau der Sebastianschule Darup halten an. Ganz nach dem Motto „Zwei Dörfer – eine Meinung“ fanden am Feiertag 1. Mai (Samstag) sowohl in Darup als auch in Schapdetten Protest- und Solidaritätsaktionen statt, an denen sich betroffene Eltern, aber auch weitere Bürger, Vereine und Gruppen beteiligten.

An den Ortsausgängen in Darup setzten am Samstagmorgen Vereine, Nachbarschaften, Stammtische und andere Unterstützer eine Blume (Holztulpe) für die Schule. „Generationsübergreifend ist die Unzufriedenheit über die jüngsten Entwicklungen im Dorf spürbar“, berichtet Mutter Corinna Gottschalk. Auch die Statements auf den Blumen sprechen für sich. Die KLJB Darup weiß: „Die Grundschüler von heute sind unsere Mitglieder von morgen.“ Die Landfrauen fragen: „Darup ist für Nottuln da – ist Nottuln auch für Darup da?“ Und die Theatergruppe „De platte Trupp“ mahnt: „Bloß nich kniepen“.

Die Statements auf den Blumen sprechen für sich. Der Heimatverein Darup zum Beispiel betont: „Unsere Schule ist unsere Heimat und unsere Zukunft.“ Foto: Sammlung Corinna Gottschalk

Corinna Gottschalk, die einst selbst die Daruper Grundschule besucht hat und heute als Grundschullehrerin außerhalb von Darup arbeitet, freut sich riesig über den Zusammenhalt im Dorf: „In diesen und vielen anderen Aussagen wird klar: Wir sind Darup und stehen für die Zukunft der Daruper Schule.“

Nahezu zeitgleich haben am Samstagmorgen Schapdettener Eltern 14 Tulpen am Ortsausgang von Schapdetten in Richtung Nottuln/Darup aufgestellt. Ein ganz bewusst gewählter Ort, kommt hier doch der Bürgermeister auf seinem Weg zur und von der Arbeit vorbei.

Schapdettener Eltern haben 14 Tulpen am Ortsausgang Richtung Nottuln/Darup aufgestellt. Diese Zahl steht exemplarisch für die insgesamt 14 Kinder, die ab Sommer die Daruper Grundschule besuchen. Foto: Sammlung Melanie Gausepohl

Die 14 Tulpen stehen exemplarisch für die insgesamt 14 Kinder, die ab Sommer die Daruper Grundschule besuchen werden. „Sie wollen ebenfalls durch die Blume ihren Unmut ausdrücken, dass am falschen Ende Geld gespart wird“, fasst Mutter Melanie Gausepohl das Stimmungsbild der betroffenen Familien zusammen. Die enttäuschten Eltern beklagen, dass der Rat damals entschieden hat, die Brandruine Darup komplett bis zur Kellerdecke abzureißen und in der Konsequenz nun nicht bereit ist, einen sinnvollen, zukunftsorientierten Wiederaufbau zu ermöglichen, erläutert die Schapdettenerin. Wenn man jetzt am falschen Ende spare, könnte auch die freie Schulwahl der Schapdettener Kinder gefährdet sein. Viele Eltern würden sich bewusst für das gute pädagogische Konzept der Dorfschule Darup entscheiden.

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