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Bündnis 90/Die Grünen

Wird die Burgstraße zur Fahrradstraße?

Nottuln

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger setzen auf das Fahrrad. Diesen Trend müsse die Gemeinde Rechnung tragen, betonen die Grünen und melden sich mit einem neuen Vorschlag zu Wort.

Ludger Warnke

Aktuell bestimmen Kanalbauarbeiten das Bild in der Burgstraße. Die Grünen haben nun beantragt, nach Abschluss der Kanalbaumaßnahme die Burgstraße zu einer Fahrradstraße zu deklarieren. Foto: Frank Vogel

In der Stadt Münster gibt es sie bereits seit rund drei Jahrzehnten: 1990 wurde im Rahmen des Modellvorhabens „Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen“ die Schillerstraße als erste Fahrradstraße in Münster ausgewiesen. Seitdem sind weitere Fahrradstraßen hinzugekommen.

Das Konzept der Fahrradstraße ist aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen auch für die Gemeinde Nottuln gut geeignet. Deshalb haben die Grünen einen Antrag für den Gemeinderat ausgearbeitet und fordern in einem ersten Schritt, die Burgstraße in Nottuln zu einer Fahrradstraße zu deklarieren.

Nottuln könnte damit eine Zeichen für Fahrradfreundlichkeit setzen und wäre damit auf einem guten Weg zu einem Fahrradort. Und den Pkw-, Lkw- und Motorradfahrern werde deutlich gemacht, „dass Nottuln kein Terrain für Gasgeben und schnelles Fahren ist“, heißt es im Grünen-Antrag.

Nach der Straßenverkehrsordnung müssen Fahrradfahrende innerorts mit mindestens 1,5 Meter Sicherheitsabstand überholt werden, erklären die Grünen. Dies sei auf vielen Straßen nicht möglich. „Speziell auf der Burgstraße, auf der es bereits einige Unfälle mit Verletzten gab und viele Schüler die Straße als Schulweg nutzen, wäre eine Umwandlung sicherlich sinnvoll und wichtig“, betont Grünen-Ratsherr Martin Uphoff.

Eine Umwandlung von Straßen in Fahrradstraßen beinhalte eine Tempo-30-Regelung, die bei vielen Straßen in Nottuln bereits vorliegt. Durch den Hinweis, dass Pkw, Lkw und Motorräder weiterhin erlaubt sind, bleiben alle bisherigen Verkehrsregeln zum Beispiel bezüglich der Vorfahrt erhalten. „Radfahrende bekommen jedoch gegenüber Motorfahrzeugen eine andere Wertigkeit“, betont Uphoff.

Aus Sicht der Grünen lassen sich Fahrradstraßen kostengünstig umsetzen. Das Errichten von Radfahrstreifen und Radschutzstreifen entfalle. Lediglich eine Beschilderung und Straßenpiktogramme seien erforderlich.

Martin Uphoff: „Immer mehr Bürgerinnen und Bürger setzen zunehmend auf das Fahrrad als Verkehrsmittel. Wir sollten dem in unserer Verkehrsplanung umgehend Rechnung tragen und ein Zeichen setzen.“

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