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Hagemeister liefert Klinker für Hotel-Projekt in Düsseldorf

„Witten GT“ schlägt Brücke

Nottuln

Mit dem rötlichen Kohlebrand-Klinker „Witten GT“ der Nottulner Firma Hagemeister knüpfen drei Neubauten an die bauliche Tradition des benachbarten Düsseldorfer Hauptbahnhofs an. Auf einer ehemaligen Brachfläche ist in der Landeshauptstadt außerdem eine neue Fußgängerzone entstanden.

Mit dem rötlichen Hagemeister-Klinker „Witten GT“ aus Nottuln knüpfen die drei Neubauten an die bauliche Tradition des Düsseldorfer Hauptbahnhofs an. Foto: Andreas Hagemann

Das Gelände am Düsseldorfer Hauptbahnhof war jahrelang eine Brachfläche. Jetzt wird dem Ort einer ehemaligen Auto-Verladestation eine neue Nutzung zugeführt. Drei Hotels mit Gastronomie im Erdgeschoss und eine Fußgängerzone sind nach einem Entwurf des Büros „greeen! architects“ im Auftrag des Immobilien Entwicklers GBI entstanden. „Aufgrund des gezielten Einsatzes von Naturbaustoffen fiel die Wahl im Fassadenbereich auf einen Klinker von Hagemeister“, berichtet das Nottulner Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Nachverdichtung auf 17 000 Quadratmetern

Das Hotel-Ensemble setzt neue Impulse in der Stadtentwicklung von Düsseldorf, heißt es weiter. Im Sinne der Nachverdichtung ergab sich eine Ausnutzung der innerstädtischen Fläche von 17 000 Quadratmetern Größe. Die Neubebauung mit drei Hotels schließt den Konrad-Adenauer-Platz westlich des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes ab.

„Die Fassadengestaltung stellt ein identitätsstiftendes Gestaltungsprinzip zur Ensemblebildung dar“, wird Architekt Mario Reale vom ausführenden Büro „greeen! architects“ in der Mitteilung zitiert. Die skulptural angeordneten Baukörper mit roter Klinkerfassade von Hagemeister werden durch eine messingfarbene Metallverkleidung zusammengehalten. Diese legt sich wie ein optisches Band um die drei Hotels und schafft so eine sinnvolle Verbindung. Insbesondere zur Bahnseite wird dadurch eine städtebauliche und architektonische Landmarke geschaffen.

Klinkerfassade fügt sich in den Bestand ein

Mit dem rötlichen Kohlebrand-Klinker „Witten GT“ knüpfen die drei Neubauten an die bauliche Tradition des Düsseldorfer Hauptbahnhofs an. Die Klinkerfassade des Ensembles führt dabei die architektonische Sprache des Bestandsgebäudes fort. Gleichzeitig entwickelt sie diese durch die Nutzung verschiedener Verbundsysteme je Hotelbau weiter. „Klinker ist ein nachhaltiges, umweltfreundliches Produkt mit einer langen Lebensdauer. Das Material ist robust gegen äußere Einflüsse und könnte im Sinne der Kreislaufwirtschaft weiter- und wiederverwendet werden. Das passt zu der Philosophie unseres Büros“, erläutert Reale.

Das Projekt hat noch einen besonderen Clou: Alle drei Häuser haben weder eine Vorder- noch Rückseite. Die Komplexe sind somit von der Stadtseite genauso wahrnehmbar wie von den Bahngleisen aus. Die neue Fußgängerpassage zwischen Mintropplatz und Konrad-Adenauer-Platz belebt eine ganze Zone, die vorher für die Bürgerinnen und Bürger nicht zugänglich war.

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