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Tag des offenen Denkmals und Kunstausstellung

Zauberhafte Atmosphäre begeistert

Nottuln

Eine spannender Ort für eine spannende Ausstellung. Kunstwerke der Gruppe „Kreativa“ und die Mühle Zumbülte in Nottuln gingen am Wochenende eine perfekte Symbiose ein. Die Besucher waren begeistert.

Iris Bergmann

Karl Hauk-Zumbülte (2. v. r.) und Marie-Luise Schwan (2. v. l.) freuten sich zusammen mit Künstlerinnen und Besuchern über die gelungene Zusammenarbeit, bei der Kunst auf Denkmal traf Foto: Iris Bergmann

„Manchmal bin ich freudig überrascht, welche tollen Farben zum Vorschein kommen“, erzählt Ina Schnieder und dreht liebevoll den Speckstein. Es ist ein Kopf mit zwei Gesichtern. „Er und Sie“ hat sie ihn genannt. Wunderschön glänzt er, wenn das Licht durch die Fenster der alten Mühle Zumbülte auf ihn fällt. Die Nottulner Bildhauerin gehört zur Künstlergruppe „Kreativa“. Am vergangenen Wochenende eröffnete die Gruppe erstmalig in Nottuln eine Ausstellung. Und das an einem speziellen Ort: in der alten Mühle Zumbülte. Dort tummelten sich am Samstag und Sonntag indes nicht nur Kunstliebhaber, sondern auch Neugierige, die den „Tag des offenen Denkmals“ nutzten, um sich die schöne alte Mühle anzuschauen.

Die Gruppe „Kreativa“ gibt es schon seit über 20 Jahren. Die studierte Kunsterzieherin Marie-Luise Schwan hatte sie seinerzeit in Coesfeld gegründet. 20 Frauen und Männer sind aktuell dabei und treffen sich zweimal wöchentlich, um zu malen oder bildhauerisch kreativ zu sein. Früher gab Schwan schon mal Themenschwerpunkte vor, aber: „Inzwischen sind sie alle schon so gut, dass ihnen vieles selbst einfällt“, freut sich die „Kreativa“-Chefin. Die Künstlergruppe ist im gesamten Münsterland bekannt, hat in den verschiedenen Schlössern ausgestellt und auch schon im Bürgerzentrum in Appelhülsen. Für Nottuln ist es eine Premiere, die Idee dazu hatte Ina Schnieder.

Nachdem Marie-Luise Schwan und ihr Mann Volker, der als Manager für die Gruppe fungiert, sich die Mühle angeschaut hatten und nun die Ausstellungsstücke darin platziert sind, sind sie begeistert von der zauberhaften Atmosphäre. In der ganzen Mühle verteilt, finden sich fantasievolle Specksteinfiguren und stimmungsvolle Bilder aus Acryltechnik, Blei­stiftzeichnungen oder gar Radierungen auf Metallplatten.

Pandemiebedingt lassen Hausherr Karl Hauk-Zumbülte und seine Frau Maria immer nur zehn Besucher in die Mühle. Unter den ersten war auch Lea Jockisch, die Kulturkoordinatorin der Gemeinde Nottuln. „Es gibt so viele tolle Orte hier in Nottuln“, begeistert sie sich. „Und ich freue mich, die Kultur möglich zu machen, die der Ort auch verdient“, fügt sie motiviert hinzu und genießt den Rundgang.

Karl Hauk-Zumbülte freut sich, die Mühle wieder der Öffentlichkeit zeigen zu können, nachdem der Mühlentag in diesem Jahr der Pandemie zum Opfer gefallen war. Das Team ehrenamtlicher Helfer, das seit Jahren die Mühle liebevoll restauriert, hat im Inneren extrem viel geschafft in den letzten Monaten. Die Räder des Hauptantriebs haben neue Holzzähne bekommen, Wände waren neu verputzt, Decken neu gestrichen worden. Vieles erstrahlt in neuem Glanz.

Das Tüpfelchen auf dem i sind die schönen Skulpturen und Bilder, die die Besucher zwischen all der Mühlentechnik bestaunen können.

Wer an diesem Wochenende den Besuch der Ausstellung verpasst hat, hat am 19. und 20. September (Samstag und Sonntag) von 14 bis 17 Uhr noch einmal die Möglichkeit dazu. Der Eintritt ist frei, die Künstlerinnen und Künstler freuen sich jedoch über eine Spende, die der Mühlenrestaurierung zugute kommen soll.

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