Europawoche: Baumpflanzaktion

Zeichen der Freundschaft gesetzt

Nottuln

Im Rhodepark stehen zwei neue Bäume. Und die sind mit Bedacht ausgewählt worden, wie bei der Pflanzaktion deutlich wurde.

Iris Bergmann

Bei der Baumpflanzaktion der Städtepartnerschaftskomitees im Rhodepark pflanzten Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes, Günter Dieker (Vorsitzender des Partnerschaftskomitees St. Amand) und Gärtnermeister Jochen Müller (v. l.) einen Apfelbaum. Foto: Iris Bergmann

„Die Linde und der Apfelbaum sind sichtbare Zeichen einer intensiv gelebten Partnerschaft mit Menschen in Frankreich und Polen“, betonte Robert Hülsbusch, Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees Chodziez am Sonntag. Zwei Bäume, ein Apfelbaum aus Frankreich und eine Linde für Polen, bereichern nun den Rhodepark und wurden im Rahmen der Europawoche unter dem Motto „Europa wächst zusammen“ angepflanzt. Im Gegenzug wachsen jetzt je ein Haselnussbaum aus Nottuln in den Partnerstädten Chodziez und Saint-Amand-Mont­rond. „Wir würden uns freuen, wenn diese Bäume auch Früchte tragen, um das Zusammenwachsen der Partnerstädte zu symbolisieren“, wünschte sich Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes.

Robert Hülsbusch freute sich sehr über die schon recht stattliche Linde, die Gärtnermeister Jochen Müller ausgesucht hatte: „Du hast die schönste Linde in ganz Westfalen gefunden.“ Was es im Besonderen mit dieser Linde auf sich hat, erläuterte der Gärtner den Anwesenden. Es sei eine Hybridlinde, die aus vielen Kreuzungen verschiedener Linden aus ganz Europa gezüchtet wurde. „Und ich stelle mir jetzt schon vor, wie groß der Baum wird und wie es im Sommer in der dichten Krone summt und brummt von Bienen und Hummeln.“

„Die schönste Linde in ganz Westfalen“

Komiteemitglied Renata Kaczmarek erzählte den Anwesenden, was die Linde für ihre polnischen Landsleute bedeutet. Ein polnischer Dichter habe vor Jahrhunderten die Linde sehr in den Fokus seiner Werke genommen und habe, als ein sehr früher Europäer, die polnische Sprache filigran eingesetzt und damit auch über die Grenzen Polens bekannt gemacht.

Dass die Pflanzaktion in Zusammenarbeit mit den Partnerstädten so prima geklappt habe, sei der engen Zusammenarbeit zu verdanken, so Hülsbusch. „Auch wenn es richtige Treffen nicht gab und geplante Begegnungen abgesagt werden mussten – einen Lockdown für die Partnerschaft gab es nicht.“ Planungen von Festen in der Zukunft, nach der Pandemie, seien bereits in vollem Gange.

Das bestätigte auch Günter Dieker, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Saint-Amand-Montrond. „Wir sind aufgefordert, unsere Beziehungen zu pflegen. Dafür stehen die Partnerschaftskomitees und werden das schon im nächsten Jahr beim 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Chodziez wieder zeigen. Trinational werden wir unser Zusammenwachsen unter Beweis stellen“, kündigte er an und wässerte den kleinen Apfelbaum aus Frankreich.

„Bec d‘Oie“ heißt die Sorte, eine recht alte, die typisch ist für die Region um St. Amand. Die Früchte des Apfelbaumes interpretierte Bürgermeister Thönnes. Der Apfel sei nicht nur „Zankapfel“, sondern stünde sinnbildlich auch für die Liebe und diese sei ein Zeichen von Verbundenheit – wie eben die innerhalb der Partnerschaften von Nottuln mit Chodziez und St. Amand.

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