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Gemeinde plant mit der Pyramis GmbH ein genossenschaftliches Wohnprojekt

Ziel: Günstiger Wohnraum

Nottuln

Die SPD ist stolz darauf, dass ihr Antrag, genossenschaftliches Wohnen möglich zu machen, vom Ausschuss Bauen und Planen grundsätzlich positiv betrachtet wird. Die Gemeinde legte einen konkreten Vorschlag vor.

-luw-

Wenn gebaut wird, soll auch günstiger Wohnraum geschaffen werden. Das ist das Ziel eines genossenschaftlichen Wohnprojekts, das die Gemeinde nun angegangen ist. Foto: Grottendieck

Die Gemeinde Nottuln plant den Einstieg in den „bezahlbaren genossenschaftlichen Wohnungsbau“ und führt dazu Gespräche mit der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH in Telgte. Diese hat ein besonderes Genossenschaftsmodell für die Zusammenarbeit mit Kommunen entwickelt, das nach Angaben von Rechtsanwalt Rainer-Christian Beutel (vielen bekannt als früherer Coesfelder Bürgermeister) bislang so nicht am Markt ist.

Die Gemeindeverwaltung und Beutel informierten am Dienstagabend die Politiker im Ausschuss für Bauen und Planen über das Konzept und die ersten Gespräche. Danach lässt sich vereinfachend sagen:

Die Gemeinde Nottuln, eine gemeindeeigene GmbH und die Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH gründen eine Genossenschaft mit dem Ziel, preisgünstigen Mietwohnraum zu schaffen. Die späteren Mieter erwerben ebenfalls einen Anteil an der Genossenschaft.

Mieter werden Mitglieder der Genossenschaft

Zur Gründung bringt die Gemeinde in die Genossenschaft ein geeignetes Grundstück ein, für dessen Wert sie eine jährliche Verzinsung erhält. Durch das Grundstück ist die Gemeinde größter Genossenschaftler und bestimmt nicht nur in allen städtebaulichen und architektonischen Fragen mit, sondern bewahrt auch den Zugriff auf das Grundstück. Auftrag der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH ist der Bau und die spätere Verwaltung des Wohngebäudes, wofür sie sich natürlich bezahlen lässt.

In ihrer Sitzungsvorlage stellt die Verwaltung als Vorteile heraus: „Das Modell einer kleinen, überschaubaren Genossenschaft hat sich bereits an anderer Stelle bewährt (unter anderem Genossenschaft der Stadt Detmold). Es bietet die Möglichkeit, sowohl nachhaltige städtebauliche und soziale Ziele als auch dauerhafte Einnahmen der Gemeinde Nottuln sicherzustellen. Da die Genossenschaft selbst sämtliche Planungs- und Ausführungsleistungen sowie weitere Dienstleistungen erbringt bzw. auf eigene Rechnung vergibt, können die angestrebten Planungen und Ziele vollumfänglich gesichert werden. Abweichungen bedürfen immer der Zustimmung. Die Übertragung der Planungsaufgaben sowie weiterer Dienstleistungen an den privaten Partner entlastet die Personalkapazitäten der Gemeinde, die in anderen Großprojekten dauerhaft gebunden sind. Gleichzeitig sind in der Umsetzung schnellere Verfahren in Planung und Bauvergaben nach privatem Recht zu erwarten und haben sich bereits bewährt.“

Verwaltung soll das Projekt vorantreiben

Die Politik nahm das Vorhaben grundsätzlich sehr positiv auf und beauftragte die Verwaltung, das Projekt zusammen mit der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH weiter voranzutreiben. Besonders erfreut und auch stolz war Manfred Gausebeck von der SPD. Das nun geplante Projekt sei das Ergebnis eines Antrages der SPD. Diese habe bereits 2018 beantragt, sich mit dem genossenschaftlichen Wohnungsbau zu beschäftigen.

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