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Brand an der Hagenstraße/Ursache ermittelt

Zusammenarbeit klappt vorzüglich

Nottuln

Der Brand in einem Wohngebäude an der Hagenstraße in Nottuln hat die Freiwillige Feuerwehr bis tief in die Nacht beschäftigt. Die Polizei hat mittlerweile die Brandursache ermittelt.

Ludger Warnke

Beim Brand an der Hagenstraße mussten die Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutz arbeiten. Foto: Johannes Oetz

Erst gegen 1 Uhr am Donnerstag (18. Februar) konnten die letzten Einsatzkräfte vom Löschzug Nottuln wieder einrücken, berichtete Hauptbrandmeister Tobias Plogmaker, Pressesprecher der Feuerwehr.

Die Feuerwehr hat die Brandstelle an die Polizei übergeben. Deren Ermittlungen führten im Laufe des Donnerstages zu folgendem Ergebnis: „Es steht nun fest, dass ein unachtsamer Umgang mit Feuer ursächlich für den Brand war. Angaben zur Schadenshöhe können nicht gemacht werden“, teilte die Polizei Coesfeld mit.

Das Feuer war am späten Mittwochnachmittag in einem derzeit unbewohnten Teil des Gebäudes ausgebrochen. Zufrieden ist die Feuerwehr, dass es gelang, ein Übergreifen der Flammen auf den bewohnten Teil zu verhindern.

Unter der Gesamtleitung von Wehrleiter Udo Henke waren am Mittwoch alle Löschzüge der Gemeinde aus Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten vor Ort. In beratender Funktion verfolgten auch Kreisbrandmeister Christoph Nolte und sein Stellvertreter Matthias Heuermann das Einsatzgeschehen.

Ein großes Lob gab es in der Abschlussbilanz für die unkomplizierte und gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus Billerbeck und Havixbeck, mit den Drehleiterfahrbesatzungen aus Senden und Dülmen sowie nicht zuletzt mit dem Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk (THW). Letzteres leuchtete nicht nur die Einsatzstelle aus. „Es war auch gut, dass wir einen Gebäudesachverständigen vom THW vor Ort hatten“, berichtete Plogmaker. Der Experte nahm das Gebäude in Augenschein und teilte dann mit, welche Räume noch zu betreten waren und welche nicht. „In der Tat durften einige Räume nicht mehr betreten werden“, berichtete Plogmaker. Zusätzlich musste die Feuerwehr zur Sicherung des Gebäudes noch Baustützen einbauen.

Dass teilweise mehr als 120 Einsatzkräfte vor Ort waren, das war der Gesamtsituation geschuldet. Zum einen hatten sich in dem älteren Gebäude mit seinen Holzdecken Glutnester gebildet, die für die Feuerwehr schwierig zu erreichen waren. Noch bis 22 Uhr seien immer mal wieder offene Flammen aufgelodert, schilderte Plogmaker. Erst nachdem die Feuerwehr mit Motorsägen einen Teil einer Zwischendecke herausgetrennt hatte, konnten auch die letzten Glutnester abgelöscht werden.

Zum anderen erschwerte die starke Rauchentwicklung die Löscharbeiten, die unter schwerem Atemschutz erfolgen mussten. „Etwa 20 bis maximal 30 Minuten ist ein Feuerwehrmann unter schwerem Atemschutz im Einsatz, dann muss gewechselt werden. „Dann ist übrigens auch die Sauerstoff­flasche leer“, erläuterte Plogmaker.

Damit die Geräte nochmals eingesetzt werden können, müssen sie in der Atemschutzgerätewerkstatt der Feuerwehr, die sich im Gerätehaus an der Appelhülsener Straße befindet, neu aufgearbeitet werden. Im konkreten Einsatzfall am Mittwoch bedeutete dies: Die verbrauchten Atemschutzgeräte wurden während des Einsatzes in die Werkstatt gebracht. Dort nahmen dafür ausgebildete Feuerwehrleute die Geräte auseinander, desinfizierten alle Teile durch Abkochen, trockneten sie, füllten die Flaschen auf und bauten alles wieder zusammen. Und erst nach bestandener Sicherheits- und Funktionsprüfung gingen die Geräte wieder zurück an die Einsatzstelle.

Ein gerechtfertigter Aufwand für die Sicherheit der Feuerwehrleute. Hauptbrandmeister Plogmaker: „Wir schicken unsere Atemschutzgeräteträger in ungewisse Situationen, verlieren auch den Sichtkontakt, da muss die Technik funktionieren.“

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