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„Ein Lächeln für Togo“

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

Nottuln

Die engagierten Mitglieder des Vereins „Ein Lächeln für Togo“ haben mit einem Flohmarkt nicht nur ihr überquellendes Lager lichten, sondern auch die Vereinskasse aufbessern wollen. Dies, um den Menschen in Togo trotz der coronabedingten Schwierigkeiten weiter helfen zu können.

Iris Bergmann

Die Spielzeugauswahl war beträchtlich. Der zweijährige Felix auf dem Arm seiner Mutter hatte sich für ein Kuscheltier entschieden. Sarah Laakmann (2. v.l.) vom Verein „Ein Lächeln für Togo“ und ihre Helferinnen freuten sich über jedes verkaufte Spielzeug. Foto: Iris Bergmann

Der kleine Felix war am Samstag mit seiner Mutter zum Flohmarkt auf dem Gelände der Nottulner Spedition Giesker und Laakmann gekommen und hatte schnell ein kleines Kuscheltier gefunden – bevor er sich dann ausgiebig der großen Pfütze auf dem Hof widmete. Sarah Laakmann vom Verein „Ein Lächeln für Togo“ freute sich sichtlich hinter ihrer Schutzmaske, denn der Erlös jedes verkauften Spielzeuges kommt Kindern in Togo zugute. In diesem Pandemiejahr ist nämlich alles anders.

„Wir konnten keinen Container mit Sachen verschiffen“, bedauerte Sarah Laakmann. Hinzu kam, dass viele der geplanten Veranstaltungen abgesagt werden mussten, wie zum Beispiel das Public Viewing zur EM im Sommer, das dem Verein finanziell geholfen hätte, weitere Projekte für Togo umzusetzen oder die Sachspenden dorthin zu verschiffen.

Die Mitgliedsbeiträge fingen einen kleinen Teil auf: „Die vielen Sachspenden, die uns immer noch erreichen, können wir allerdings aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht verschiffen.“ So platze das Lager fast aus allen Nähten, berichtete die Nottulnerin. Deshalb bittet der Verein nun alle Mitbürger, ihre Sachspenden an andere Projekte zu geben, die großen Bedarf haben.

„Wir richten unseren Fokus nun auf die finanzielle Unterstützung in Togo, damit die Ernährung der Kinder gesichert ist“, berichtete Sarah Laakmann. Vor diesem Hintergrund war der Verein auf die Idee gekommen, einen kleinen Flohmarkt zu veranstalten, auf dem am Samstag Spielzeug, kleinere Haushaltsartikel und Gesellschaftsspiele angeboten wurden. Damit sollten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Platz im Lager schaffen und die Vereinskasse auffrischen.

Die engagierten Mitglieder hoffen nun auf 2021 und darauf, dass sich das Kontaktverbot wieder lockert und sie wieder präsenter sein können. „Bis dahin werden wir die Spendengelder, die uns erreichen, eins zu eins nach Togo weitergeben, um das Beste aus der aktuellen Situation zu machen“, versprachen sie.

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