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Corona: Drei Fragen an Dr. Dietmar Thönnes

Zwischen Schönreden und Panikmache

Nottuln

Iris Bergmann

Dr. Dietmar Thönnes empfiehlt, zurzeit zu Hause zu bleiben, soweit das möglich ist. Foto: Iris Bergmann

Was ist momentan Ihre liebste Beschäftigung in der Freizeit?

Thönnes:Die Situation im Klinikum in Bochum, wo ich arbeite, lässt gerade wenig Freizeit zu, denn wir versuchen, das Krankenhaus für die Krise zu rüsten. Aber ich gehe am liebsten mit unserem Hund „Emmy“ durch die einsamen Baumberge spazieren und sitze anschließend in der Frühlingssonne mit einem Kaffee und einem Buch auf der Terrasse und schaue in den grün werdenden Garten.

Was nervt Sie am meisten?

Thönnes:Mich nervt, dass nur wenige ein gutes Maß finden zwischen Vorsorgen und Hamstern, zwischen Schönreden („Alles halb so schlimm, uns passiert schon nichts.“) und Panikmache („Es wird nie wieder so sein wie vorher.“). In Krisenzeiten kommt wohl oft der wahre Charakter zum Vorschein.

Was tun Sie als erstes, wenn die Krise vorbei ist?

Thönnes:Spontan würde ich sagen: weniger arbeiten und endlich wieder Freunde treffen, aber das ist nur eine Hälfte der Wahrheit. Vor allem möchte ich wieder Menschen in Nottuln begegnen, Wahlkampf führen, den ich gerade aussetze, weil es wichtigere Themen gibt, die uns alle fordern. Ich möchte diskutieren, in Themen einsteigen und die Zeit bis zum September nutzen, damit Nottulnerinnen und Nottulner wissen, wer sich da zur Wahl stellt.

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