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Entlassfeier der Edith-Stein-Schule

Absolventen stecken neue Ziele ab

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Der Abschlussjahrgang der Edith-Stein-Schule setzt neu die Segel. Das Rüstzeug, um auf den „Weltmeeren“ zu navigieren, haben sie an der Hauptschule erhalten.

Von Andreas Krüskemper

Rüstzeug für den weiteren Lebensweg: Die Absolventen der Edith-Stein-Schüler präsentieren sich mit ihren Abschlusszeugnissen. Foto: akrü

Es war ein großer Tag für die 39 Abschluss-Schüler der Edith-Stein-Schule: Am Freitagnachmittag fand in der Steverhalle ihre Entlassung mit der feierlichen Zeugnisübergabe statt. Begonnen hatte die Feier mit einem kurzen Gottesdienst durch Pastor Zakarias Sago und Pfarrerin Annika Hilker. Danach führten Tabea Patschkowski, Fabian Deyda und Chris Bertram als Moderatoren durch das weitere Programm.

„Was für ein Zirkus“ war eine Aussage, die Schulleiter Rainer Leifken nicht nur auf das Chaos bezog, das Corona im Schulalltag verursachte, sondern auch auf die Schullaufbahn der Abgänger: „Ein Zirkus ist eine Gruppe von Artisten, die verschiedene Aufführungen zeigen“, so Leifken. „Ihr seid in einer sechsjährigen Tournee durch die Edith-Stein-Schule gezogen und habt vor einigen Wochen eure Abschlussvorstellung gegeben.“ Zufrieden zeigte er sich vor allem darüber, dass alle Abgänger mit einem Schul- oder Ausbildungsplatz versorgt sind.

Eigene Ziele abstecken

Bürgermeister Sebastian Täger ging auf das Motto der Entlassfeier ein: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“. Es komme beim Segeln, aber auch im Leben, nicht immer auf Geschwindigkeit und schnelle Erfolge an, sondern die richtige Richtung und einen guten Kompass. „Wer nicht weiß, wohin er segeln will, für den ist kein Wind der richtige“, zitierte er den römischen Philosophen Seneca. Wenn man weiß, wohin man will, müsse man den Kurs manchmal anpassen, um sein Ziel zu erreichen, so Täger.

Auch Elternvertreterin Nicole Graeven ging auf das Bild des Segelns ein: Es gebe viele verschiedene Richtungen, die man einschlagen könne. „Geht euren Weg“, forderte sie die Entlassschüler auf. Und man solle sich bei seinen Entscheidungen nicht von Angst leiten lassen: „Angst macht beim Denken blöd“, so Graeven.

Die Schülersprecher Lina Harlake und Robin Patschkowski stellten im Rückblick fest, dass die Schule von je-dem anders wahrgenommen wurde: Für die einen war es stressig, andere fanden es eher cool, regelmäßig die Freunde zu treffen. Die Schülersprecher bedankten sich bei Lehrern, Eltern und allen anderen Wegbegleitern. „Was wir jetzt abgeschlossen haben, war nur ein kleiner Teil unseres Lebens“ richteten sie am Ende den Blick nach vorn.

Bevor es an die Ausgabe der Abschlusszeugnisse ging, stellten die Klassenlehrerinnen der beiden Klassen, Andrea Gantner, Penelope Effelsberg und Christiane Tack, fest, dass eine Verabschiedung immer auch bedeute, sich auf neue Dinge freuen zu können. Sie wünschten den Abgängern einen spannenden und ereignisreichen Lebensweg.

Unterhaltsames „Show“-Programm

Zwischen den einzelnen Redebeiträgen hatten die Schüler unterhaltsame Programmpunkte vorbereitet. Von Rana Al Mahmoud, Vivian Ransome und Fateh Al Hafez gab es einen Poetry-Slam mit der Erkenntnis, sich so anzunehmen, wie man ist, und sich nicht für Sachen zu entschuldigen, die einen ausmachen. Die 10A arbeitete in einem Sketch die Eigenheiten der einzelnen Lehrkräfte heraus, die 10B zeigte in einem Video, welche Tücken der Unterricht per Videocall zu bieten hatte. Schüler der Klassen 9 zeigten den Jerusalema-Tanz, der durch die Corona-Pandemie bekannt geworden war, und es gab eine Fotoschau mit Eindrücken der vergangenen sechs Jahre.

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