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Bürgerstiftung Senden unterstützt die Grundschulen

Alle Kinder sollen gut aufwachsen

Senden

Die Bürgerstiftung Senden unterstützt die vier Grundschulen mit 5000 Euro. Auf diesen Fördertopf können die einzelnen Schulen schnell und unbürokratisch zurückgreifen, wenn Kinder aus finanziell schwachen Familien Hilfe brauchen. Sie sollen wie ihre Alterskameraden in vollem Umfang am schulischen Leben teilhaben können.

Siegmar Syffus

Für die Bürgerstiftung Senden überreichten die Vorstandsmitglieder (v.l.) Karl-Heinz Kusnierz, Heiner Haverkamp (Vorsitzender des Stiftungsrates), Ina Freifrau Droste zu Senden und Karl-Heinz Walpurgis die Spende der Bürgerstiftung für die vier Grundschulen der Gemeinde Senden an Annette Foto: Siegmar Syffus

Drängende soziale Probleme bekämpfen, zukunftweisende Entwicklungen anregen und insgesamt die Lebensqualität vor Ort erhöhen: Diese Ziele hat sich die erst Ende 2019 gegründete Bürgerstiftung Senden auf die Fahne geschrieben. Bereits jetzt konnte der noch junge gemeinnützige Verein ein erstes großes Projekt verwirklichen. So überreichten die Vorstandsmitglieder am Mittwoch einen symbolischen Scheck über 5000 Euro für die vier Grundschulen der Gemeinde Senden. Mit dem Geld soll Kindern aus sozial benachteiligten Familien sowie Kindern mit emotionalen Problemen eine ganz selbstverständliche Teilhabe am gesamten schulischen Leben ermöglicht werden.

Es existiere zwar ein Bildungs- und Teilhabepaket, das Kindern einen umfassenden Zugang zur Bildung ermöglichen soll, räumt Ina Freifrau Droste zu Senden ein. „Trotzdem gibt es Familien, für die es zu eng ist. Und es gibt Familien, deren Einkommen nur knapp zu hoch ist, um vom Teilhabepaket profitieren zu können“, weiß die stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Senden aus Gesprächen mit der Schulsozialarbeiterinnen. Genau diese Lücke möchte die Bürgerstiftung schließen.

Auf den angelegten Fördertopf können die Grundschulen künftig schnell und unbürokratisch zugreifen. „Damit die Kinder nicht ausgeschlossen sind“, sagt Ina Droste Freifrau zu Senden. Solche Lücken können zum Beispiel dann entstehen, wenn Ausgaben für notwendige IT-Endgeräte, die Ausstattung für den Sportunterricht oder für die Teilnahme an Klassenfahrten und das Büchergeld anstehen. „Wichtig ist, dass unkompliziert und verlässlich geholfen werden kann. Es geht darum, die Kinder zu stärken und zu verhindern, dass sie ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Wir wollen, dass sie hier in Senden gut aufwachsen“, erläutert Michael Hiegemann (Bonhoefferschule), der den Scheck stellvertretend für alle vier Grundschulen gemeinsam mit Annette Stähler (Marienschule) entgegennahm. „Für die betroffenen Kinder ist es ganz schlimm. Sie sehen, dass die anderen das Geld mitbringen, sie selbst aber nicht, weil es in der Familie gar nicht da ist“, ergänzt Stähler. Gerade jetzt, in der Coronazeit, könnten Familien durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit schnell in Armut geraten. Die Spende der Bürgerstiftung Senden sei daher „gut angelegtes Geld“ für die Zukunft der Kinder.

Die 5000 Euro sollen keine einmalige Unterstützung sein. Das kommende Schuljahr soll zeigen, wie groß der Bedarf tatsächlich ist. Von daher – und mit Blick auf weitere bereits angestoßene soziale Projekte in Senden – hofft die Bürgerstiftung auch weiterhin auf Spenden aus der Bevölkerung.

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