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90 Oldtimer gekonnt in Szene gesetzt

Alte Liebe rostet nicht

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Der Hof Grothues-Potthoff war am Samstag (14. August) Start und Ziel der Oldtimer Rallye der Rotary Clubs Lüdinghausen und Dülmen. Rund 90 auf Hochglanz polierte „Schnauferl“ präsentierten sich den Zuschauern. Bei der Ausfahrt stand nicht der Sieg im Mittelpunkt, vielmehr war der Fokus der Rotarier auf einen guten Zweck gerichtet.

Von Emily Balzer

Alois Robert durfte das älteste Schnauferl lenken: einen BMW Dixi aus dem Jahr 1928 Foto: Emily Balzer

Strahlende Gesichter und glänzende Autos: Das sonnige Wetter am Samstag sorgte für gute Laune bei den Teilnehmern und Zuschauern der Oldtimer Rallye der Rotary Clubs Lüdinghausen und Dülmen. Auf der Wiese am Hof Grothues-Potthoff fanden rund 90 gekonnt in Szene gesetzten „alte Schätzchen“ für ihren großen Auftritt Platz. Die vierte Münsterländer Schlösser- und Burgentour sorgte für höher schlagende Herzen der Oldtimer-Fans und brachte auch einige Übernachtungsgäste ins hofeigene Hotel.

„Im schönsten Wohnzimmer der Welt“

Dass dieses besondere Hobby auch kostspielig ist und mit großer Leidenschaft einhergeht, war den auf Hochglanz polierten Autos abzulesen. Die Begeisterung für die gezeigten, bis zu 93 Jahre alten Schätzchen spiegelte sich auf den Gesichtern wider.

Einige Besitzer entdeckten die Faszination für Oldtimer schon im Kindesalter. Der Fahrer eines Sendener Rolls Royces beschrieb das besondere Lebensgefühl beim Fahren des Oldtimers so: „Ich setze mich ins Auto, und es ist, als wäre ich im schönsten Wohnzimmer der Welt: gemütlich, stilecht und mit dem besten Blick auf die tolle Landschaft. Wir genießen die Route und lassen es uns gut gehen.“

Alois Robert, ein Maschinenbauingenieur aus Billerbeck, der hinter dem Steuer des ältesten Fahrzeugs sitzen durfte, erläuterte, dass es einer gewissen „Kunst“ bedürfe, den BMW Dixi aus dem Jahr 1928 zu fahren. „Die smarte Bedienung, richtige Schaltung und der angepasste Fahrstil verlangen hohes technisches Geschick vom Führer eines solchen Unikats.“

Staunende Blicke zogen die auf der Wiese am Hof Grothues-Potthues aufgestellten Oldimer an. Foto: Emily Balzer

Die rund 200 Kilometer lange Route verlief zumeist auf Nebenstraßen durch das Münsterland, unter anderem wurden Kloster Gerleve und Schloss Raesfeld angesteuert. Während der Rallye gab es einen Quizbogen mit Wissensfragen zu beantworten. Darüber hinaus mussten Bilder bestimmten Streckenabschnitten zugeordnet werden, für die es Punkte gab. Belohnt wurden die Teilnehmer durch diverse Preise, wie für die meist beantworteten Fragen, die weiteste Anreise und die beste zeitgenössische Kleidung zum Fahrzeug.

Mehrere Akteure betonten, dass das Gewinnen der Rallye jedoch nicht im Vordergrund stehe. Vielmehr gehe es bei diesem Projekt um den übergeordneten gemeinnützigen Zweck der Rotary Clubs, gesellschaftliche Missstände zu lösen. Hauptsächlich machen sich die Mitglieder für die Bekämpfung von Polio stark. Dr. Klaus Knaup, ein pensionierter Kinderarzt und aktiver Rotarier, nutzte mit seinem Aufklärungsstand die Gelegenheit, den Kampf gegen die Kinderkrankheit weiterhin in den Fokus zu rücken.

Über 20.000 Euro für Opfer der Flutkatastrophe

Die Spenden, die sonst dem weltweiten Rotary Projekt „End Polio Now“ zugutekommen, gehen dieses Mal an Betroffenen der Flutkatastrophe. Dank der Spenden von Teilnehmern und Sponsoren kam ein Gesamterlös von über 20 000 Euro zusammen. Zu den größeren Sponsoren gehört auch Elmar Grothues. Der Sendener ist Rotarier und so bot sich der Hof als Start und Ziel für die Rallye an.

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