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Büro EhrenWert ist ins Alte Zollhaus eingezogen

„Arbeitsamt für Ehrenamtliche“

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Das Büro EhrenWert ist von der Biete in das Alte Zollhaus an der Münsterstraße umgezogen. Von dort aus vermittelt das „Arbeitsamt für Ehrenamtliche“ Kontakte zwischen Helfern und Hilfesuchenden. Nicht immer geht es um langfristige Aufgaben.

Von Thomas Fromme

An der neuen Adresse im Alten Zollhaus informierten Rainer Lid (r.) vom Büro EhrenWert, Bürgermeister Sebastian Täger und Agnes Wiesker (Stiftung Altes Zollhaus) den Landtagsabgeordneten Foto: fro

Anfang des Jahres ist das Büro EhrenWert umgezogen – von der Biete passenderweise in das Haus des Ehrenamtes, das Alte Zollhaus an der Münsterstraße. Das EhrenWert nutzt damit als erste Einrichtung das neue Bürgerhaus. Dort war jetzt der Landtagsabgeordnete André Stinka (SPD) zu Besuch. Er wolle sich im Rahmen einer Themenwoche ein Bild vom ehrenamtlichen Engagement vor Ort machen, so der Abgeordnete. „Das klappt bei uns im Kreis Coesfeld ja derzeit gut – aber wir müssen auch die Zukunft im Blick haben, damit es auch in zehn Jahren noch genug Ehrenamtliche gibt“, sagt der Politiker. Deshalb begrüße er sehr, dass es in Senden diese Anlaufstelle für Ehrenamtliche gibt.

Im frisch renovierten Alten Zollhaus wurde der Abgeordnete von Bürgermeister Sebastian Täger sowie von Rainer Lid (Büro EhrenWert) und von Agnes Wiesker (Stiftung Altes Zollhaus/ Heimatverein) empfangen.

Der neue Büroraum ist im Erdgeschoss direkt neben dem Eingang zu finden. Das Team ist weiterhin sowohl Ansprechpartner für alle, die ehrenamtlich tätig werden möchten, als auch für diejenigen, die Unterstützung suchen. „Wir sind eine Art Arbeitsamt für Ehrenamtliche“, erklärt Rainer Lid, der zusammen mit drei weiteren Ehrenamtlichen Ansprechpartner für alle ist, die sich vor Ort freiwillig engagieren möchten. Auch Vereine, die Unterstützung benötigen, können sich an die Freiwilligenagentur wenden.

50 Ehrenamtliche in der Freiwilligenbörse

„Wir haben derzeit etwa 50 Bürgerinnen und Bürger in unserer Datenbank – der Freiwilligenbörse“, berichtet Rainer Lid. Die vier Ansprechpartnerinnen und -partner helfen nicht nur bei der Suche nach Möglichkeiten für ein Engagement und erfassen Unterstützungsbedarfe, sondern bieten auch grundsätzliche Informationen. Sie halten außerdem den Kontakt zu Institutionen und Ehrenamtlichen.

Nicht immer gehe es um längerfristige Aufgaben. Gefragt seien nicht zuletzt auch kleinere Hilfen in der Nachbarschaft wie Reparatur- oder Fahrdienste, hat Rainer Lid festgestellt.

Die Fortbildung von Ehrenamtlichen, beispielsweise von Vereinsvorständen, ist eine weitere wichtige Aufgabe für das Büro. Entsprechende Angebote, derzeit insbesondere digitale Seminare, gibt es regelmäßig.

Große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung

Vor fünf Jahren hatte Bürgermeister Sebastian Täger im Rahmen des Maifestes das Büro EhrenWert in der Biete eröffnet. „Es gibt auch Vereine, deren Arbeit weniger bekannt ist“, sieht der Bürgermeister zahlreiche Betätigungsmöglichkeiten für Freiwillige. Und Agnes Wiesker betont: „In Senden gibt es eine große Bereitschaft zur ehrenamtlichen Unterstützung. Das haben wir bei den Arbeiten am Alten Zollhauses sehr erfreut festgestellt.“

Für sein Engagement wurde das Büro EhrenWert im Rahmen der Bürgerpreisverleihung 2021 ausgezeichnet. Im Leitzielkatalog der Gemeinde Senden heißt es dazu: „In Senden werden wir bis 2030 eine gemeinsame Identität herstellen, die Sinn und Motivation für ein gelebtes, vielfältiges freiwilliges Engagement vermittelt. Die Menschen in Senden übernehmen Verantwortung füreinander, ihr Engagement wird wertgeschätzt.“

Am neuen Standort des Büros EhrenWert an der Münsterstraße 12 gelten aktuell folgende Öffnungszeiten: dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr.

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