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100 Prozent Zustimmung für Fusion mit Amelsbürener

Banken-Hochzeit ist perfekt

Senden/Amelsbüren

Die Vertreterversammlung der Volksbank Senden hat die Fusion mit der Volksbank Amelsbüren mit einer 100-prozentigen Zustimmung angenommen. Insgesamt zählt das neue Gebilde nun 5576 Mitglieder (davon 3355 in Senden). Der Name wird weiterhin „Volksbank Senden eG“ lauten.

Ulrich Reismann

Einmütig stimmten die Vertreter der Volksbank Senden der Fusion mit der Volksbank Amelsbüren zu. Foto: ure

Die Fusion der Volksbank Senden und der Volksbank Amelsbüren ist unter Dach und Fach. Auf der Vertreterversammlung der Sendener Genossenschaft am Donnerstagabend im Hofhotel Grothues-Potthoff gab es keine Gegenstimme, sodass der Verschmelzungsvertrag mit einer Zustimmung von 100 Prozent angenommen wurde. Von Amelsbürener Seite war der Weg für die Bankenhochzeit bereits vor drei Wochen freigemacht worden. Dort hatte die Zustimmung bei 98,5 Prozent gelegen (WN berichteten). Mit sichtlicher Freude bedankten sich die Bankvorstände Reinhard Böcker und Jörg Rottmann für das eindrucksvolle Votum, was für sie dann auch Anlass genug war, mit den Vertretern sowie den Gästen aus Amelsbüren auf die Zukunft anzustoßen.

Die uneingeschränkte Zustimmung war mit einem kleinen Stolperlauf verbunden gewesen, wurde dafür dann aber auch gleich doppelt bestätigt. Der erste Wahlgang musste nämlich wegen eines Formfehlers wiederholt werden. Ausgangspunkt war der Antrag eines Vertreters auf eine geheime Abstimmung gewesen. Diesem Gesuch durfte laut Satzung nur dann entsprochen werden, wenn es von mindestens einem Viertel der anwesenden Wahlberechtigten unterstützt wurde. Bei der Abstimmung über diese geheime Wahl wurde aber nur nach „Ja“ abgefragt, und nicht auch noch nach „Nein“. Somit war im Nachhinein nicht mehr nachzuvollziehen, ob die besagte 25-Prozent-Schwelle erreicht worden war oder nicht, weil fünf der danach insgesamt 48 anwesenden Vertreter erst mit Verspätung gekommen waren.

Um keine Ansatzpunkte für eventuelle Anfechtungen zu bieten, wurde die bereits – offen per Handzeichen - durchgeführte Abstimmung über die Fusion dann auf Anraten der Sendener Notarin Maike Bader noch einmal wiederholt. Nun machte Reinhard Böcker von dem ihm als Vorstand zustehenden Recht Gebrauch, eine geheime Wahl zu beantragen, für die in diesem Fall dann keine 25-Prozent-Zustimmung mehr gegeben sein musste. Das Ergebnis blieb das Gleiche: 100 Prozent Zustimmung für die Fusion. Die zwei Enthaltungen, die es beide Male gab, sind dabei unbedeutend. „Nur die Ja- und Nein-Stimmen zählen“, erklärte die Notarin.

Insgesamt zählt das neue Gebilde, das sich „den Erhalt wettbewerbsfähiger und qualitativ hochwertiger Strukturen mit professioneller Beratung und gelebter Kundennähe“ auf die Fahnen geschrieben hat, nun 5576 Mitglieder (davon 3355 in Senden). Der Name wird weiterhin „Volksbank Senden eG“ lauten, bei der Geschäftsstelle in Amelsbüren wird nach dem gleichen Muster wie bereits in Ottmarsbocholt verfahren. Sie firmiert künftig unter „Volksbank Amelsbüren, Zweigniederlassung der Volksbank Senden“. Ganz hohe Erwartungen knüpfen die Sendener an die ausgeprägte Wirtschaftsregion im Süden Münsters. Das dortige Ballungszentrum biete ein erkleckliches Potenzial insbesondere für das Kreditgeschäft. In der Vergangenheit hätte man in Senden liebend gern mehr Geld verliehen – wenn es denn nachgefragt worden wäre. Durch die räumliche Erweiterung verspricht man sich hier nun eine wesentlich größere Dynamik.

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