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Neuer Elektro-Transporter leitet konsequenten Umstieg ein

Bauhof fährt künftig „klimaneutral“

Senden

Der Bauhof der Gemeinde Senden hat ein neues Elektro-Fahrzeug in Betrieb genommen – einen multifunktional ausgestatteten Transporter. In zehn Jahren sollen möglichst alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch „klimaneutrale“ elektro- oder wasserstoffbetriebene Nachfolger ersetzt werden.

Siegmar Syffus

Stellten das neue Elektro-Fahrzeug des Sendener Bauhofes gemeinsam vor (v.l.): Klaus Mende, Petra Volmerg, mit den Bauhofmitarbeitern Klaus Limberg und Franz-Josef Schölling (auf dem Foto fehlt Peter Dick) sowie Marcus Schmidt. Foto: Siegmar Syffus

Leuchtendes Orange ist eine Signalfarbe und auf den Fahrzeugen des Sendener Bauhofs absolut nichts Ungewöhnliches. Etwas anderes ist das bei dem neuen Elektro-Transporter, der soeben für die Aufgaben „Entwässerung und Abwasser“ in Betrieb gegangen ist. Sein Orange setzt nicht nur in diesem Bereich ein Signal, sondern leuchtet auch für den Klimaschutzes.

„Wir planen eine neue strategische Ausrichtung für unseren Bauhof und wollen in zehn Jahren klimaneutral unterwegs sein, indem wir die Fahrzeuge auf Elektro-Antrieb umstellen“, sagt Bauhofleiter Klaus Mende. Aktuell sei das bei drei Fahrzeugen schon der Fall. Neun weitere sollen sukzessive folgen. Dann verbleiben allerdings noch sieben Schlepper, bei denen aufgrund ihrer Größe ein Elektromotor nicht infrage kommt. Hier setze die Gemeinde Senden auf die Weiterentwicklung der umweltfreundlichen Wasserstoff-Technologie im Fahrzeugbereich, so Mende.

Rund 64 000 Euro hat der neue Elektro-Transporter gekostet. „Erfreulicherweise muss die Gemeinde nur die Hälfte der Kosten tragen. Die anderen 50 Prozent erhalten wir aus dem Klimaschutzprogramm des Bundes“, erläutert Sendens Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg.

Neben dem Umweltaspekt hebt Marcus Schmidt, Mitarbeiter der Bauverwaltung, die technischen Vorzüge hervor. Denn das neue E-Fahrzeug hat Utensilien wie Kran, Regalsystem, Stromaggregat, Inspektionskamera und Kompressor an Bord. Mit dieser Technik warten und reparieren die Bauhofmitarbeiter Klaus Limberg, Franz-Josef Schölling und Peter Dick unter anderem die insgesamt 17 Pumpwerke auf dem Gebiet der Gemeinde. Die Stationen befördern das Schmutzwasser aus Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell zur Kläranlage des Lippeverbands in der Bauerschaft Gettrup. Dies geschieht über ein insgesamt rund 18,6 Kilometer langes Druckrohrsystem. Regelmäßige Kontroll- und Pflegearbeiten an den Pumpen seien notwendig, um die Betriebssicherheit zu gewähren, die Lebensdauer zu erhöhen und die Kosten im Rahmen zu halten, erklärt Marcus Schmidt.

Der Elektro-Transporter ist dank seiner Ausstattung zwar sehr hilfreich. Trotzdem haben die drei Mitarbeiter des Bauhofes (nicht nur vor Weihnachten) noch einen Wunsch: „Die Leute werfen leider viele Dinge ins WC, die dort einfach nicht reingehören. Für uns bedeutet das eine Menge Mehrarbeit“, weiß Franz-Josef Schölling aus leidiger Erfahrung. Insbesondere Küchenabfälle, feuchtes Toilettenpapier und Babytücher führen zur Verstopfungen in den Pumpsystemen und erhöhten somit die Abwassergebühren.

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