1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Bauprojekt geht in Offensive

  8. >

Sanierung und Erweiterung der SVB-Umkleide

Bauprojekt geht in Offensive

Senden

Plötzlich geht es ganz flott: Bei der Sanierung und Erweiterung der Umkleide des SV Bösensell soll in dieser Woche der Rohbau abgeschlossen werden. Angesicht der Baufortschritte werde auch die Stimmung der SVB-Kicker wieder steigen, hieß es beim Ortstermin.

Bürgermeister Sebastian Täger (3.v.l.) verschaffte sich einen Eindruck vor Ort: Über den Stand der Bauarbeiten informierten Architektin Andrea Huesmann (v.l.), Martin Wiedau (1. Vorsitzender SVB) und Udo Thoms (Bauamt Gemeinde Senden). Foto: di

Aus Sicht mancher SVB-Kicker könnte das „Spiel“ schon in die Verlängerung gegangen sein. Aber immerhin, um im Fußball-Bild zu bleiben, der Bösenseller Sportverein wird als Sieger den Platz verlassen. Denn, das zeigte sich am Dienstag beim Ortstermin mit Bürgermeister Sebastian Täger, das Bauvorhaben des Clubs geht gerade ziemlich in die Offensive.

„Jetzt zeigt sich der Vorteil der Holzrahmenbauweise“, sagte Architektin Andrea Huesmann. Am Montag sei das vormontierte Obergeschoss auf das Bestandsgebäude aufgesetzt worden, die restlichen Arbeiten gingen flott vonstatten. Der Rohbau werde noch in dieser Woche fertig, betonte Huesmann. Der Dachdecker, ein Betrieb aus dem Bösenseller Südfeld, rücke am Montag an.

Obschon sich bei dem Bauprojekt – „es stand ein bisschen still“, räumt auch SVB-Vorsitzender Martin Wiedau ein – gerade das Tempo erhöht, wird das neue Gebäude nicht mit dem kommenden Saisonstart eingeweiht. Als „grobe Richtung“ gaben Huesmann und Wiedau den Bereich Oktober/November des laufenden Jahres an. Der Innenausbau – von Elektro- über Heizung bis zur Sanitärinstallation – brauche auch noch seine Zeit.

SVB-Kicker leisteten Hand- und Spanndienste

Die Unkenrufe aus der Mitgliederschaft werden aber schon jetzt verstummen, erwartet Wiedau. Angesichts dessen, dass Baufortschritte nunmehr erkennbar seien, „wird die Stimmung auch wieder steigen“.

Die SVB-Kicker, die das sanierte Gebäude vornehmlich nutzen, hatten Schienbeinschoner, Trikots und Stollenschuhe gegen Stemmeisen, Blaumann und Handschuhe getauscht und beim Rückbau Eigenleistungen eingebracht. „Das war ein richtig großer Einsatz“, zollt Architektin Huesmann den Amateuren auf der Baustelle Tribut. Vor allem das Raushämmern der verputzten Deckenplatten sei alles andere als ein Vergnügen gewesen.

Die Visualisierung zeigt die Planung des sanierten und erweiterten Umkleidegebäudes des SV Bösensell. Foto: Entwurf: Andrea Huesmann

Wenn der Spielbetrieb nach den Sommerferien wieder aufgenommen wird – wovon Täger und Wiedau bei dem Treffen ausgingen – dienen die Kabinen drei und vier als, die eigentlich für Jugendmannschaften gedacht sind, als Umkleiden.

Im künftigen Obergeschoss stehen zwei Kabinen mit Sanitärräumen/Duschen zur Verfügung. Außerdem befinden sich dort dann zwei Schiedsrichterräume. Im Erdgeschoss bleiben zwei Kabinen bestehen, der Clubraum wird vergrößert, denn das Geschäftszimmer des Clubs „wandert“ in eine bisherige Jugendumkleide, außerdem wird das Gebäude durch einen Anbau an Fläche gewinnen. Ein öffentliches, barrierefreies WC steht ebenfalls auf dem Plan des Bauprojektes.

Dessen Bauantrag war Ende 2018 beim Kreis gestellt worden, rund ein Jahr später lag die Genehmigung vor, blickte Huesmann zurück. Überarbeitungen, der Einsatz Ehrenamtlicher und das Ansprechen von Handwerksbetrieben, die als Sponsoren gewonnen werden sollten, hätten zu Verzögerungen geführt. Die Fläche, die dem SV Bösensell künftig zur Verfügung steht, steigt von rund 300 auf etwa 425 Quadratmeter an. Von den Gesamtkosten in Höhe von 655 000 Euro muss der Sportverein knapp 100 000 selbst stemmen.

Startseite