ADFC Senden setzt sich für mehr Sicherheit und besseren Service ein

Bedingungen für Radler verbessern

Senden

Die Verkehrsinfrastruktur in Senden wird nach Auffassung von Hans-Jörg Klären, den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern möchte sich der Vorsitzende der neu gegründeten ADFC Ortsgruppe für Verbesserungen einsetzen, die Radfahrern zugute kommen.

Siegmar Syffus

Hans-Jörg Klären und Christa Ermann Foto: Siegmar Syffus

10 000 Kilometer im Jahr: Das ist eine Strecke, die manch einer gerade mal mit dem Auto zurücklegt. Christa Ermann bewältigt diese Distanz radelnder Weise mit ihrem E-Bike. Insofern ist sie geradezu prädestiniert für die Vorstandsarbeit in der im November gegründeten ADFC Ortsgruppe Senden. Entsprechendes gilt für den Sprecher der Sendener Pedalritter und ebenfalls passionierten Radler, Hans-Jörg Klären. Beide möchten die aktuell rund 60 Mitglieder zählende Ortsgruppe ausbauen, Angebote vor Ort schaffen und Anregungen für die Verbesserung der Verkehrsbedingungen für Radfahrer an die Gemeindevertreter weitergeben.

„Wir haben eine alte Verkehrsinfrastruktur, die den heutigen Bedürfnissen nicht gerecht wird. Es geht nur in gegenseitiger Rücksichtnahme“, appelliert Klären sowohl an Auto- als auch an Fahrradfahrer.

Aus Sicht des ADFC sind allerdings einige konkrete Verbesserungen in puncto Service und Sicherheit für Radler in Senden wünschenswert. „Sinnvoll wäre es, vor den Ampeln an der Münsterstraße Fahrradwartezonen einzurichten“, nennt der ADFC-Sprecher ein Beispiel. Denn beim Wechsel von Rot auf Grün würden Radfahrer beim Überqueren der Gartenstraße wegen des Fahrbahnversatzes nicht selten abgedrängt. Andererseits blieben in Richtung Grete-Schött-Ring fahrende Pedalritter häufig auf der Fahrbahn, statt ordnungsgemäß auf den am Kriegerehrenmal beginnenden Radweg zu wechseln.

E-Bikes sind schon längst zu einem Renner in der Radler-Szene geworden. „Ganz sicher wäre es sinnvoll und um den Tourismus zu fördern, im Ort einen Fahrrad-Abstellplatz mit Ladestation anzubieten“, sagt Christa Ermann. Ein Ärgernis ist für den Sendener ADFC-Vorsitzenden die außerörtliche Verkehrssituation am Huxburgweg und an der Viehstraße. „Von Autofahrern wird die Strecke mit entsprechender Geschwindigkeit als Zubringer zur Autobahn genutzt. Eine Tempobegrenzung und ab und an Kontrollen am Durchfahrverbot der Feuerstiege wären angebracht, um die Sicherheit für Radfahrer zu verbessern“, so der Vorsitzende des ADFC Senden.

Apropos Sicherheit: Der ADFC bietet beispielsweise in Münster ein Verkehrssicherheitstraining für Radfahrer an. „Bei entsprechender Nachfrage wäre auch in Senden ein Termin denkbar“, sagt Klären.

Doch nicht nur Fragen der Sicherheit und des Service für Radler haben die Vorstandsmitglieder der Sendener ADFC Ortsgruppe im Sinn. Es sollen künftig auch organisierte Radtouren angeboten werden. „Ich mache jetzt im März ein Tourenleiter-Seminar. Dann wollen wir mit kleinen Angeboten anfangen und abklären, wie die Nachfrage ist“, kündigt Christa Ermann an. Der ADFC wolle damit nicht in Konkurrenz zu Angeboten, zum Beispiel des Heimatvereins Senden und der Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt treten, sondern das Bestehende ergänzen.

Eine besondere Aktion kündigt sich für den 10. Mai (Sonntag) an: Anlässlich des Sendener Maifestes „Senden dreht am Rad“ sei eine Fahrrad-Sternfahrt aus Kommunen des Kreises Coesfeld vorgesehen, berichtet Klären. Der ADFC sei mit einem Stand vertreten, an dem auch eine Fahrradcodierung angeboten werden soll.

Wer Kontakt zum ADFC Senden aufnehmen möchte, hat dazu am Donnerstag (5. März) ganz ungezwungen Gelegenheit: Der Verein lädt zum ersten Fahrradfahrer-Stammtisch ab 19.30 Uhr in die Gaststätte Journal ein.

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