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Pilotprojekt im Wohngebiet „Auf dem Felde“

Blätterflut wird eingedämmt

Ottmarsbocholt

Die Entsorgung des im Herbst anfallenden Laubs der Straßenbäume soll für die Anwohner vereinfacht werden. Dazu startet in Ottmarsbocholt an der Straße „Auf dem Felde“ ein Pilotprojekt.

Von Ulrich Reismannund

„Auf dem Felde“ ist die am stärksten mit Bäumen begrünte Straße in Ottmarsbocholt. Um die Entsorgung des im Herbst in großen Mengen anfallenden Laubs zu vereinfachen, sollen dort in einem Pilotprojekt zwei Laubkörbe aufgestellt werden. Foto: ure

An den Bäumen sind sie im Herbst eine farbenfrohe Schönheit, auf dem Boden können sie dagegen später zu einer nervigen Angelegenheit werden. Wenn die Blätter fallen, dann kommt auf die Anwohner Arbeit zu. Um die Entsorgung des Laubs zu vereinfachen, sollen jetzt im Wohngebiet „Auf dem Felde“ in einem Pilotprojekt zwei Laubkörbe aufgestellt werden. Das beschloss der Bezirksausschuss auf seiner Sitzung am Dienstagabend in der Gaststätte Lindfeld und folgte hierbei einem Antrag der CDU.

Die Initiative hierzu war von Anwohnern ausgegangen, von denen zwei nun jeweils eine Patenschaft für die Körbe übernehmen und ein Auge darauf werfen, dass dort tatsächlich auch nur Laub hereingeworfen wird und nicht auch irgendwelcher Müll – womit andere Kommunen zum Teil schlechte Erfahrungen gemacht haben. Selbst Äste haben in den Laubkörben nichts zu suchen, weil sie beim maschinellen Absaugen zu Verstopfungen führen.

Patenschaften für Laubkörbe

Die Sorge vor einer missbräuchlichen Benutzung war im Jahre 2015 das Hauptargument gegen eine Aufstellung von Laubkörben im Gemeindegebiet gewesen, als die UWG schon einmal einen diesbezüglichen Antrag in die politische Beratung eingebracht hatte und damit keine Mehrheit hinter sich bringen konnte. „Die angebotenen Patenschaften mögen diese Bedenken jetzt ausräumen“, fasste der Ausschussvorsitzende Patrick Alfs (CDU) das gewandelte Meinungsbild zusammen.

Starker Wind – das sei das Hauptproblem bei der Entsorgung des Herbstlaubs, hatte zuvor Johannes Rave für die CDU den Antrag begründet. Schon jetzt würden Anwohner die Blätter zu großen Haufen zusammenkehren. Bei stärkeren Luftbewegungen würden die dann aber wieder heillos auseinandergewirbelt, ehe die Gemeinde mit ihrem Laubsaugwagen angerückt sei. Feste Körbe würden hier eine wirksame Abhilfe schaffen. In Ascheberg habe man damit gute Erfahrungen gemacht. Das Wohngebiet „Auf dem Felde“ biete sich deshalb für einen Test an, weil dort das meiste Laub anfalle. Denn es handele sich hier „um den am stärksten begrünten Straßenzug“ im Dorf. Bei den Bäumen, die dort in sehr großer Zahl im öffentlichen Raum stünden, handele es sich um Hainbuchen.

Bauhof fertigt Prototypen

Fürs Ausprobieren werden Mitarbeiter des Bauhofs nun zwei Prototypen erstellen. Im Frühjahr soll dann – je nachdem, wie das Fazit ausfällt – über eine mögliche Ausdehnung des Angebots beraten werden. Dann wird man auch konkretere Aussagen zu den Kosten machen können. Ein Faktor, der nach Ansicht von Ludger Janning (SPD) nicht vernachlässigt werden dürfe. In der Verwaltungsvorlage war nach einer groben Schätzung ein Betrag von 2000 Euro genannt worden – was womöglich zu hoch gegriffen sei, wie der stellvertretende Bauamtsleiter Klaus Mende jetzt auf der Sitzung relativierte. Vielleicht gehe es auch für die Hälfte. Bei der Konstruktion sei allerdings zu berücksichtigen, dass die Körbe einklappbar sein müssten, um sie außerhalb der Laub intensiven Zeit platzsparend einlagern zu können.

Gemäß einer Satzung der Gemeinde Senden obliegt den Anliegern die Reinigung von Gehwegen und Fahrbahnen in den Wohngebieten. Um das dort anfallende Herbstlaub zu entsorgen, reicht oft die Bio-Tonne aus. Wo größere Kapazitäten erforderlich sind, wird das Laub entweder in Müllbeutel verpackt oder lose zu einem Schwad zusammengekehrt und später von der Gemeinde abgeholt. Bei der losen Lagerung ist man aber darauf angewiesen, dass einem der Wind keinen Strich durch die Rechnung macht, wenn der Bauhof nicht schnell genug kommt,

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