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Landtagsabgeordneter André Stinka bei Sozialstation

Brückenschlag zwischen Politik und Pflege

Senden

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, André Stinka, besuchte die Caritas-Sozialstation in Senden. Er nahm sich viel Zeit und viele Informationen für seine politische Arbeit mit.

Dietrich Harhues

André Stinka im Dialog mit Vertretern der Caritas (v.l.): Doris Hinkemann (Ressortleiterin für den Kreis Coesfeld), Christina Kuhn (Teamleitung), Anna-Lena Sumanovic (Teamleitung/Traineeprogramm für Führungskräfte), Galina Dolheimer (Pflegedienstleitung Sozialstation Senden). Foto: di

Es ging um Einblicke und Ausblicke, und dafür brachte André Stinka nicht nur ein paar Augenblicke Zeit mit. Der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion führte beim Besuch der Caritas-Sozialstation in Senden intensive Gespräche. Die Einladung habe er „gerne angenommen“, so Stinka. Die Initiative war von Anna-Lena Sumanovic ausgegangen, die ein Traineeprogramm für Führungskräfte absolviert und als Teamleitung fungiert.

Das Ziel, die Vernetzung mit politischen Akteuren auszubauen, wurde mit dem Treffen erfüllt. Die nun geschlagene Brücke zwischen der Caritas im Kreis Coesfeld und der SPD-Fraktion im NRW-Landtag trägt. Denn: Stinka kündigte bereits einen zweiten Besuch an. Dann wolle er einen Tag lang den Arbeitsalltag in der mobilen Pflege unmittelbar begleiten und miterleben. Um die Pflege ging es auch in den Gesprächen sowohl mit Vertreterinnen der Leitungsebene als auch mit der Pflegefachkraft Bianca Schäfer und der Auszubildenden Susanne Bruns.

Sozialstation ist breit aufgestellt

Wie breit aufgestellt das Repertoire der Caritas-Sozialstation Senden ist, führte Galina Dolheimer (Pflegedienstleitung) aus. Das Team deckt die Bereiche Körperpflege, Behandlungspflege, Essen auf Rädern, Hausnotruf und Pflegeberatung ab. Der Einsatzradius erstreckt sich auf Senden, Ottmarsbocholt, Bösensell, Hiddingsel und Buldern.

Den Caritas-Verband und die besondere Situation, die durch Corona ausgelöst wurde, stellte Doris Hinkemann als Ressortleitung vor.

Kritisches Statement eingeordnet

Der Parlamentarier zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und dem Pensum der verantwortungsvollen Tätigkeiten. „Die Caritas leistet eine Arbeit, die ich sehr schätze“, unterstreicht Stinka im Resümee gegenüber der WN. Der Abgeordnete wurde von Sumanovic auch auf ein Statement angesprochen, in dem er die Caritas wegen ihrer Ablehnung eines flächendeckenden Tarifvertrags drastisch kritisiert. Der Dissens wurde jetzt beigelegt, die verbale Spitze eingeordnet: Er wolle nicht die Arbeitsbedingungen bei der Caritas beanstanden, stellte Stinka auf WN-Anfrage klar. Es sei ihm aber ein Anliegen, dass die in der Pflege Tätigen eine stärkere Lobby, ein Sprachrohr erhielten. Nicht die Vergütung, sondern vor allem das gesellschaftliche Ansehen der Pflegekräfte müsse sich erhöhen, waren sich beide Seiten einig. Nicht nur während der Pandemie.

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