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Linienführung und Fahrplan stehen fest:

Bürgerbus schließt Lücken im Netz

Senden

Der Vorstand des Bürgerbusvereins hat seine Schularbeiten gemacht: Linienführung und Fahrplan sind bereits ausklamüsert. Nun warten die Vereinsmitglieder auf den Förderbescheid der Bezirksregierung für das neue Fahrzeug.

Siegmar Syffus

Zuversichtlich, dass es Ende August mit der Jungfernfahrt des Bürgerbusses klappt, sind die Vorstandsmitglieder Klaus Dallmeyer (v.l.), Gesche Seifert-Post und Wolfgang Strünkmann Foto: sff

35 motivierte Fahrer und ein engagierter Vorstand: Der Bürgerbusverein ist personell bestens ausgestattet. Gleichwohl gilt es, eine Durststrecke zu überwinden. Denn nach wie vor hat die Bezirksregierung (offiziell) noch kein grünes Licht für das ins Auge gefasste Fahrzeug gegeben. „Wir befinden uns in der Warteschleife für die Förderung, sind uns aber sicher, dass die benötigten Mittel rechtzeitig zur Verfügung stehen. Unser Ziel ist es, zum Streetlive-Festival Ende August zu starten“, sagt Klaus Dallmeyer. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Gesche Seifert-Post und Wolfgang Strünkmann hat der Vorsitzende die dazu erforderliche organisatorische Route bereits abgesteckt.

Auch Linienführung und Fahrplan stehen schon fest: „Wir werden Zubringerdienste in der Gemeinde leisten und Anschlüsse zum Schnellbus S90/91 und zum Bahnhof Bösensell schaffen“, verspricht Verkehrsingenieur Wolfgang Strünkmann und nennt ein Beispiel: „Wenn ich zum Flughafen nach Düsseldorf muss, kann ich dorthin mit dem Zug gelangen. Aber wer bringt mich aus Senden oder Ottmarsbocholt zum Bahnhof Bösensell? Wir haben bereits gute Längsverbindungen. Es fehlen uns aber die Querverbindungen. Solche Lücken im Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs kann der Bürgerbus schließen.“

Insgesamt fünf Mal am Tag soll der Bus werktags durch die Gemeinde kreisen. Neben Bösensell, der Venne und Ottmarsbocholt erfasst der Fahrplan auch Senden-West und im Osten den Bereich zwischen den Wohngebieten Buskamp und Mönkingheide. Die Touren sollen um 8.04 Uhr am Busbahnhof beginnen.

„Wir wollen unsere Fahrer nicht überfordern“, betont Strünkmann. Laut Dienstplan müsse jeder lediglich alle 14 Tage den vierstündigen ehrenamtlichen Dienst leisten. „Wer häufiger fahren möchte, zum Beispiel wöchentlich, der kann das gerne tun.“ Angesichts der Motivation im Verein sieht Gesche Seifert-Post dazu gute Chancen. „Die Ehrenamtlichen sind beim Bürgerbus dabei, weil sie Freude an diesem Dienst haben.“

Als nächstes Ziel auf dem organisatorischen Etappenplan steht am 22. Februar (Mittwoch) eine theoretische Schulung der Fahrer. Weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Der Vorstand geht davon aus, dass das Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter, im Frühsommer zur Verfügung steht. Dann sollen praktische Schulungen mit einem Trainer der Regionalverkehr Münsterland (RVM) auf der geplanten Route folgen.

Fünf Touren täglich

Aktuell ist folgende Linienführung von montags bis freitags für den Bürgerbus geplant:

► Jeweils um 8.04 Uhr startet der Wagen am Busbahnhof und fährt über die Bauerschaft Wierling zum Bahnhof Bösensell, dann weiter ins Dorf bis zum Schürbusch und zurück zum Bahnhof, wo um 8.31 Uhr Anschluss an die Züge in Richtung Münster und in Richtung Essen besteht. Über Wierling erreicht der Bürgerbus den Busbahnhof Senden mit Anschluss an die Schnellbuslinie S 90.

► Weiter führt die Linie nach Ottmarsbocholt – entweder auf direktem Weg oder (bei Bedarf) über die Venne. In Ottmarsbocholt ist der Kreisverkehr an der Ascheberger Straße Umkehrpunkt nach Senden. Dort führt die Linie durch Komponistenviertel und Mönkingheide zum Busbahnhof. In einer „großen Runde“ geht es weiter durch Senden-West.

► Um 10.04 Uhr, 12.04 Uhr, 14.04 Uhr und 16.04 Uhr beginnt dieselbe Rund erneut am Busbahnhof.

► Mit der letzten Tour können zum Beispiel Berufspendler gegen 18 Uhr vom Busbahnhof mit dem Bürgerbus bequem nach Senden-West gelangen. Für die Fahrer ist gegen 18.30 Uhr Feierabend.

Wolfgang Strünkmann, Vorstandsmitglied des Bürgerbusvereins
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