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Umweltschutz mit Tradition: Ausschuss unterstützt Grünen-Antrag

„Bürgerliche“ bepflanzen Jubelwiese

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Wer anlässlich eines besonderen Anlasses wie Geburtstag oder Hochzeit einen Obstbaum im öffentlichen Raum pflanzen möchte, soll dazu in Zukunft auf einer sogenannten Jubelwiese Gelegenheit bekommen. Diesen Antrag der Grünen hat der Umweltausschuss einstimmig unterstützt.

Sigmar Syffus

Seit 1988 verewigen sich die Majestäten der Schützenbruderschaft St. Johanni Senden mit einem Baum im Königspark. Für „Bürgerliche“ soll an einer anderen Stelle eine „Jubelwiese“ angelegt werden. Foto: sff

Mit Eichen, Blut- und Rotbuchen verewigen sich die Majestäten der Schützenbruderschaft St. Johanni Senden seit 1988 im Königspark. Seinerzeit wurde das zwischen Sportpark und Stever gelegene Areal der Bruderschaft von der Gemeinde für die Pflanzungen zur Verfügung gestellt.

Künftig sollen nicht nur „Majestäten“, sondern auch „Bürgerliche“ zu besondren Anlässen einen (Obst-)Baum im öffentlichen Raum pflanzen dürfen. Zwar nicht im eng begrenzten Königspark, aber andernorts, auf einer sogenannten Jubelwiese. Dieser Antrag der Grünen wurde vom Umweltausschuss einstimmig (bei einer Enthaltung) angenommen. Eine für das Vorhaben geeignete, Ortskern nahe Fläche muss allerdings noch gefunden werden.

„Es hatte immer schon Tradition, zu Hochzeiten, Geburten, runden Geburtstagen, Prüfungen oder anderen schönen Anlässen einen Baum zu pflanzen, vorausschauend für den Erhalt der Schöpfung und unserer Umwelt“, heißt es im Antrag der Sendener Grünen, die daran erinnern, dass im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft und der zunehmenden Bebauung die traditionellen Obstbaumwiesen an den Ortsrändern weitgehend verschwunden sind. „In den letzten Jahren wird der ökologische und biologische Nutzen dieser Streuobstwiesen zunehmend wieder anerkannt, bieten sie doch zahlreichen Insekten, Kleinsäugern und Vögeln Nahrungs- und Lebensraum“, argumentieren die Grünen in ihrem Antrag und schlagen folgendes Verfahren vor: Die Bürger erwerben im Laufe eines Jahres einen Obstbaum einer heimischen Sorte. Dabei soll der Preis die Anschaffung, die Pflanzung und die Pflege des Baumes decken. Im Frühjahr des folgenden Jahres führt die Gemeinde eine konzertierte Pflanzaktion durch, zu der die Bürger eingeladen werden. Die Früchte können durch die Pflanzer selbst oder durch andere, zum Beispiel Schulen oder Kindergärten, geerntet werden.

„Das ist eine gute Sache, die ökologische sinnvoll ist und hinter der eine alte Tradition steckt“, unterstützte Roland Wieging (CDU) den Antrag.“ Andreas Jülich (UWG) bekräftigte; „Eine Streuobstwiese hat einen eigenen Charme.“

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