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Fast eine Million Kilowattstunden Gas sollen pro Jahr eingespart werden

Cabrio ohne Solebecken und Sauna

Senden

Bereits ab Montag (29. August) gelten im Cabrio-Bad weitere Energiespar-Maßnahmen: Das aktuell 30 Grad warme Sole-Außenbecken sowie die Sauna bleiben dann geschlossen. Für diesen Schritt gibt es in sozialen Netzwerken viel Kritik, aber auch Verständnis mit Blick auf die notwendigen Gas-Einsparungen.

Von Thomas Fromme

Das Cabrio Bad in Senden mit den Außenanlagen Foto: Gemeinde Senden

Das Cabrio wird ab Montag um wichtige Attraktionen ärmer. Am Donnerstagnachmittag teilte die Gemeinde auf WN-Anfrage Einzelheiten zu weiteren Energiesparmaßnahmen mit. Das Solebecken im Außenbereich des Hallen- und Freibades bleibt ab 29. August geschlossen. Auch die Sauna und der Whirlpool im Innenbereich stehen ab dann nicht mehr zur Verfügung. Kalt erwischt werden dürften damit viele Badegäste aus Senden und der weiteren Umgebung, die regelmäßig ins Cabrio kommen.

„Wir sind traurig und haben geweint“

„Wir sind traurig und haben geweint“, sagte beispielsweise Reinhilde Zittlau. Sie gehört einer Reha-Sportgruppe des BSV Roxel an. Die ist seit zwölf Jahren im warmen Cabrio-Außenbecken aktiv. „Wir wissen nicht, wo wir nun unsere Wassergymnastik machen sollen“, so Reinhilde Zittlau.

Diese Mitglieder einer Reha-Gruppe des BSV Roxel suchen jetzt ein anderes Bad für ihre Wassergymnastik. Foto: Thomas Fromme

Vorerst geöffnet bleiben dagegen – anders als in Sozialen Netzwerken zunächst gemeldet – das Sprungbecken und der draußen befindliche Teil des Kombi-Beckens, wie Markus Kleymann für die Gemeinde auf Nachfrage korrigierte. Eine Schließung dieser Außenangebote wird aber ebenfalls erfolgen, sobald die technischen Voraussetzungen geschaffen sind. Die Liegewiese steht bei sommerlichem Wetter weiter zur Verfügung.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Bürgermeister Sebastian Täger im WN-Bericht anklingen lassen, dass im Cabrio-Bad weitere Sparmaßnahmen erforderlich werden können, weil hier das größte Sparpotenzial liege. Nur wenige Tage später wurde die Reißleine beziehungsweise der Stöpsel gezogen. Zuvor waren bereits das Kombi- und Lehrschwimmbecken auf 28 Grad, das Sportbecken auf 26 Grad und der Whirlpool auf 30 Grad abgesenkt worden. Das Planschbecken im Eltern-Kind Bereich ist von den Absenkungen nicht betroffen.

Familie Börding aus Amelsbüren freut sich, dass das Wasser im Kinderbecken warm bleibt. Foto: Thomas Fromme

„Mitten in der Saison so eine Einschränkung – das verstehe ich nicht“, sagte Helmut Sandjohann aus Gievenbeck, als er an der Cabrio-Kasse von den Änderungen las. Nadja Börding aus Amelsbüren findet die Einschränkungen „schade“. Sie ist mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann zu Gast und freut sich, dass das Wasser im Eltern-Kind-Becken unverändert warm bleibt.

Eintrittspreise bleiben unverändert

In Sozialen Netzwerken gab es viel Kritik, aber zum Teil auch Verständnis mit Blick auf die notwendige Einsparung. Bürgermeister Täger hatte in den WN auf das riesige Sparpotenzial im Cabrio hingewiesen. Eine Million Kilowattstunden Gas können eingespart werden. Das entspricht dem Verbrauch von 100 durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalten.

Zur Forderung, wegen des reduzierten Angebots die Eintrittspreise zu senken, verwies Täger auf die trotz der Einsparungen weiter deutlich steigenden Kosten und auf das „im Vergleich mit umliegenden Bädern niedrige und familienfreundliche“ Preisniveau.

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