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Kreuzungsbereich am Stroetmann-Neubau

CDU mahnt mehr Sicherheit für Fußgänger an

Bösensell

„Nutzer des P&R-Platzes und der Bushaltestelle haben das Nachsehen“, kritisiert die CDU die Verkehrsplanung an der B235 im Zuge des entstehenden Stroetmann-Neubaus. Die Christdemokraten fordern eine Überprüfung der Planung mit dem Ziel, die Sicherheit für Fußgänger zu verbessern.

Die Arbeiten auf der Stroetmann-Baustelle gehen voran. Einher geht damit die Umgestaltung des Kreuzungsbereiches an der B235. Foto: Thomas Fromme

Auf der Baustelle für das Stroetmann-Frische- und Logistikzentrum geht es voran. Das Projekt erfordert zugleich die Neugestaltung des Kreuzungsbereichs. Die aktuellen Planungen des Landesbetriebs Straßen.NRW berücksichtigen hauptsächlich Pkw- und Lkw-Ströme. Fußgänger und Fahrradfahrer, Nutzer des P&R-Platzes und der Bushaltestelle haben das Nachsehen, kritisiert die CDU in einer Pressemitteilung.

„Im Zuge der Mobilitätswende möchten wir die Nutzung des Busverkehrs attraktiver machen. Dafür muss auch die Bushaltestelle Richtung Münster schnell und sicher erreichbar sein. Dies ist in der aktuellen Planung von Straßen.NRW mit einem siebenspurigen Ausbau der Kreuzung Brock Feld nicht erkennbar“, kritisiert Axel Hengstermann von der CDU Bösensell. „Wir befürchten zudem, dass mit dem Ausbau des Kreuzungsbereichs die gefährlichen Querungen der B 235 abseits der Ampel stark zunehmen werden und die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle damit steigt“, ergänzt Ratsmitglied Georg Jacobs.

„Wenig Interesse an Mobilitätswenden“

Sämtliche Ideen, so die Pressemitteilung weiter, die Fußgängerquerung attraktiver zu gestalten, seien von Straßen.NRW zurückgewiesen worden. Zudem sei aus einer einstündigen Beobachtung abgeleitet worden, dass dieser Bushaltepunkt wenig frequentiert sei und somit eine Berücksichtigung in der Planung des Kreuzungsbereichs nachrangig sei. Zeitgleich wurden der RVM weiterführende Ideen zur Verlegung beziehungsweise Optimierung des Bushaltepunktes vorgelegt. Die RVM lehnt ebenfalls alle Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung ab, so dass bei den Christdemokraten der Eindruck entsteht, dass die RVM wenig Interesse daran hat, die Mobilitätswende voranzubringen.

Enttäuschende Planung

„Wir sind von der aktuellen Planung durch Straßen.NRW und der Haltung der RVM sehr enttäuscht. Daher fordern wir die Verantwortlichen auf, die Planung nochmals zu überprüfen und ein Konzept zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Attraktivierung des Bushaltepunktes in die Planung einfließen zu lassen.“ Diese „einmalige Chance“ müsse genutzt werden, fordert die CDU: „Die alleinige Planungsausrichtung auf den Individualverkehr muss aufhören, und Planungsprozesse müssen neu gedacht werden.“

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