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Teilnehmer der Sendener „Youcomm“ im Sozialausschuss

Chill-Area ganz oben auf Agenda

Senden

Sie äußerten ihre Wünsche, aber kamen mit Ideen und Konzepten: Teilnehmer der „2. Sendener Youcomm“ schilderten im Sozialausschuss, was für die junge Generation auf der Agenda steht, damit Senden für sie attraktiver wird.

Von Dietrich Harhues

Stellten ihre „Wunschliste“ vor, für deren Realisierung sie sich selbst auch einbringen würden: Jule Schnieder (v.l.) Sara Kunstleben, Julia Wirtz, Christopher Koch und Jan Loius Bründel. Foto: di

Wünschen kostet nix, heißt es immer. Doch! Denn: Die Wunschliste, die eine Gruppe Sendener Gymnasiasten am Donnerstagabend im Sozialausschuss der Gemeinde Senden vorstellte, kostete Engagement, Hirnschmalz und womöglich auch ein bisschen Überwindung. Ihren „Auftritt“ im politischen Gremium meisterten Jule Schnieder, Sara Kunstleben, Julia Wirtz, Christopher Koch und Jan Loius Bründel aber mit Bravour, die dort ihre Agenda vorstellten, deren Entstehung auf die „2. Sendener Youcomm“ zurückgeht. Ein Treffen im Ruderverein, dessen Verlauf die Jugendlichen als „sehr positiv aufgefasst“ haben, wie ihr Fazit lautete.

Im Bootshaus war bereits im vorigen September darüber diskutiert worden, auf welche Art und Weise Senden für die junge Generation attraktiver sein könnte. Aus dem Brainstorming der 15 Teilnehmer zwischen 14 und 18 Jahren erwuchsen regelrechte Konzepte. Neben dem Vorstoß, auch in Senden einen Bike- und Skatepark zu errichten, hatte die Gruppe aus dem Joseph-Haydn-Gymnasium, die im Ausschuss persönlich präsent war, vor allem die Themen „Chill-Area“ und Mobilität im Fokus. Letztere sollte besonders zwischen den Ortsteilen Sendens und bis nach Havixbeck (unter anderem wegen des dortigen Blasorchesters) verbessert werden. Der Aspekt der überörtlichen Vernetzung steht auch für die Mandatsträger auf der Tagesordnung, die eine Sondersitzung zu allen Aspekten des ÖPNV anpeilen. Darin dürfte dann das Preisgefüge eine Rolle spielen. Wer nicht als Student mit Semesterticket unterwegs ist, für den seien die Busfahrten „ziemlich teuer“, lautete die Kritik. Überdies hadern die Kids mit den Fahrplänen am Busbahnhof: Digital und leicht nachvollziehbar sollten die Zeiten und Routen aufgeführt werden.

Kopfsprung ins Vergnügen: Zu den Chill-Zonen in Senden gehört bisher der Kanal. Foto: di

Zwei Vorschläge für Chill-Zonen mit Konzept

Fürs „Chillen“ sah die Gruppe vom JHG sogar gleich zwei Standorte mit konkretem Szenario vor: Auf Sand oder einer Grünfläche sollten Liegen und/oder Sitzsäcke zum Fläzen einladen. Eine kleine Hütte könnte als Bar und Vorratskammer dienen, das coole Ensemble würde mit Musik berieselt. Anzusiedeln am Kanal oder auf einem Teil des „Cabrio-Bad“-Außengeländes. Dass die Chill-Fans ihre Zone sicher erreichen, sich dort ungestört aufhalten und diese auch sauber verlassen werden soll, hatten die „Youcomm“-Teilnehmer im Ausschuss ebenfalls schon bedacht. Ihnen schwebt eine Art „Chill-Club“ vor. Bei dem bestimmte Akteure auch definierte Verantwortung übernehmen sollen.

Lob für „überzeugende Darstellung“

„Super, was ihr euch ausgedacht habt“, erkannte Hartwig Treckmann für die CDU an. Für die „sehr überzeugende Darstellung“ dankte Ausschussvorsitzender Wolfgang Dropmann (Grüne). „Große Komplimente“ kamen von allen Fraktionen und vom Bürgermeister Sebastian Täger. Er betonte auch, dass die Beteiligung der Jugend an Entscheidungen in Senden „ein ganz wichtiger Punkt ist“. Auf das von seiner Fraktion forcierte Thema Jugendparlament hatte zuvor auch Michael Wilfling (FDP) hingewiesen. Um zu verhindern, dass das Ideen-Sammeln nicht bloß ein einmaliges „Blitzlicht“, sondern verstetigt wird.

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