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Pfarrgemeinde St. Laurentius bittet um Spenden für Indien

Corona-Krise trifft Kinder hart

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Von Entwarnung keine Spur. Im Gegenteil, in Indien fallen täglich tausende Menschen Corona zum Opfer. Die Pandemie trifft besonders Kinder hart. Damit will sich die St.-Laurentius-Pfarre Senden nicht abfinden.

Von Dietrich Harhues

Der Corona-Katastrophe begegnen: Pastoralreferentin Rosália Rodrigues und Pater Joy Vazhappillil von der Kirchengemeinde St. Laurentius Senden rufen zu Spenden für Hilfe in Inden auf. Foto: di

Die Normalität kehrt zurück, die Sorgen suchen das Weite. In Deutschland breitet sich, mindestens zurzeit, immer mehr Entspannung angesichts sinkender Infektionszahlen und steigender Impfquoten aus. Doch ist dieser Eindruck nicht nur womöglich trügerisch, sondern auch falsch, wenn der Blick auf andere Weltregionen gerichtet wird. Genau darum bittet Pater Joy Vazhappillil die Angehörigen der Pfarrei St. Laurentius und die Menschen in Senden, um Spenden.

Wenn auch viele Medien die Aufmerksamkeit nicht mehr so stark auf den Subkontinent richten, so weist der Seelsorger doch darauf hin, dass die Lage in seiner Heimat weiterhin äußerst kritisch sei. An die Nächstenliebe, die sich den Menschen zuwendet, die weiter entfernt leben, appellieren Pater Joy und Pastoralreferentin Rosália Rodrigues, die die „Kampagne“ koordiniert. Sie steht unter dem Motto „Corona-Katastrophe in Indien: Sie können den Menschen helfen“. Der Impuls, diese Spendenaktion zu starten, sei vom Gemeindeausschuss in Bösensell und vom St.-Laurentius-Seelsorgeteam gesetzt worden, berichtet Pater Joy im Gespräch mit den WN.

Die Lage in seiner Heimat verlange nach externer Unterstützung. Denn: „Viele Menschen sterben täglich, es sind Tausende“, so schildert es der Geistliche und so findet es sich auf dem Spenden-Flyer. Zu Opfern der Pandemie werden auch Menschen, die anderen Menschen helfen: Sieben Priester seines Ordens (Missionare des Heiligen Franz von Sales), die sich um Erkrankte und Sterbende gekümmert haben, mussten dies selbst mit ihrem Leben bezahlen, berichtet Pater Joy.

Äußerst heikel sei auch die Lage in der Einrichtung „NEST“, ein Kinderdorf in der Nähe der Millionenmetropole Bangalore, in dem Waisen, Halbwaisen und verlassene Kinder ein neues Zuhause finden und die Möglichkeit zu Schulbesuch und Ausbildung bekommen. Das Kinderdorf gehört zur FIDES India Society, eine Einrichtung des Salesianer Ordens, als deren Geschäftsführender Direktor Pater Joy fungiert.

Er hat Indien vor einigen Wochen besucht, bedauert es aber, jetzt nicht vor Ort sein zu können. Wirksame Hilfe, auch für aidskranke Kinder in weiteren Institutionen, könne indes durch finanzielle Unterstützung geleistet werden. „Ich habe dieses Heim und diese Schule aufgebaut und sieben Jahre lang geleitet, weswegen mir dieses Projekt besonders am Herzen liegt und es mir sehr weh tut, im Moment nicht vor Ort sein zu können, um zu helfen“, betont der Pastor im Sendener Seelsorgeteam in dem Spendenaufruf.

Jeder noch so kleine Betrag leiste einen Beitrag und fließe zu 100 Prozent in die Hilfsaktion (Spendenquittungen können ausgestellt werden). „Ich bitte Sie inständig um Ihre Mithilfe“, appelliert Pater Joy, der dafür „von ganzem Herzen dankt“.

Spendenkonto: „FIDESIndia“, Darlehenskasse Münster eG, IBAN DE53 4006 0265 0003 886900, Kontoinhaber: Verband der katholischen Kirchengemeinden.

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