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Abriss und Erweiterung: Discounter zieht ins Zelt

Damit Aldi wachsen kann, schrumpft der Parkraum

Senden

Aldi will wachsen. Damit die Filiale in Senden erweitert werden kann, muss sie weichen. Während des Neubaus zieht der Discounter in ein Zelt auf den Parkplatz am Grete-Schött-Ring. Die Folgen sind schon erkennbar.

Von Dietrich Harhues

Die Arbeiten für das Verkaufszelt, das das Aldi-Ladenlokal am Grete-Schött-Ring vorübergehend ersetzen soll, schreiten flott voran. Foto: di

Die Aldi-Erweiterung wirft ihre Schatten voraus – mit einer Verkleinerung. Was schrumpft, ist der Parkraum, der am Grete-Schött-Ring für die Kunden des Einkaufszentrums zur Verfügung steht. Denn am Montag hat das Errichten des Zeltes begonnen, in dem der Verkauf weitergeht, wenn die Filiale des Discounters abgerissen und das Gebäude aus dem Jahr 2001 durch einen Neubau ersetzt wird (WN berichteten). Das provisorische Ladenlokal „kostet“ 60 Stellplätze, wie Jana Freund, eine Sprecherin von Aldi-Nord, auf Anfrage der Lokalredaktion bestätigt. Während der Bauzeit dürften es noch mehr sein.

Dass die Parkraum-Verknappung nicht zu knappe Folgen hat, ist schon zu spüren. Bereits der werktägliche Verkehr lässt erahnen, dass es bei der wochenendlichen Shopping-Rushhour zu Stress bei der Suche nach einem Stellplatz und beim Rangieren kommen dürfte. Blechschäden und Fahrerflucht meldet die Polizei ohnehin relativ häufig von diesem Areal.

Zelt-Filiale verbraucht knappes Drittel der Parkplatzfläche

Der Zelt-Rohbau, der ein knappes Drittel der Gesamtfläche beansprucht, wächst mit flottem Tempo. Länger dauert es, das Innenleben der Intermezzo-Filiale zu installieren und diese mit Ware zu bestücken.

Denn erst am 19. Februar wird das Ladenlokal geschlossen. Ab dem 1. März wird es dem Erdboden gleich gemacht, steckt die Unternehmenssprecherin den Zeitplan ab. Dieser sieht vor, dass eine Woche nach Schließung des Standortes, am 25. Februar, das gewohnte Aldi-Sortiment im 800 Quadratmeter großen Zelt verkauft wird. Das neue Ladenlokal bietet später eine um rund 300 auf 1100 Quadratmeter gewachsene Verkaufsfläche und erfüllt hohe energetische Standards. Für die Bauzeit setzt der Einzelhandelsfilialist, der dieses Objekt angemietet hat, rund sieben Monate an.

Gemeinde hält sich vorerst bei Verkehrsregelung raus

Wie sich während dieser Phase das Parkplatz-Getümmel einspielt, bleibt abzuwarten. Die Gemeinde Senden, so jedenfalls die bisherige Presseauskunft, will nicht regelnd in das Geschehen eingreifen. „Für Verkehrsführung/Verkehrsfluss auf dem Parkplatz ist die Eigentümerin zuständig, da es sich bei dem Versorgungszentrum am Grete-Schött-Ring um ein Privatgrundstück handelt“, lautete die Antwort im Rathaus.

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