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Heiße Phase im Sendener Rathaus vor der Bundestagswahl

Demokratie verlangt generalstabsmäßigeVorbereitung

Senden

Die Gemeinde Senden bereitet sich auf die Bundestagswahl vor. Die praktizierte Demokratie verlangt pingelige Vorbereitung – zumal in Corona-Zeiten.

Von Dietrich Harhues

Stimmenauszählung bei der Kommunalwahl vom September 2020. Auch bei der anstehenden Bundestagswahl werden viele Helfer im Rathaus und den Wahllokalen benötigt. Foto: di

Ein Quäntchen Routine gehört dazu, vor allem aber sind Fleiß und Präzision vonnöten: Die Vorbereitung der Bundestagswahl bedeutet für das Team um Dorit Horstmann immer wieder eine Herausforderung. Bei ihr als Mitarbeiterin im Sachgebiet Bürgerservice und Ordnung laufen die Fäden zusammen, wenn es darum geht, die demokratischen Rechte der Bürgerinnen und Bürger in der Praxis umzusetzen. Die heiße Phase bis zum Urnengang am 26. September, wenn der 20. Deutsche Bundestag gewählt wird, steht für die Rathaus-Beschäftigten jetzt bevor.

Denn der Zeitplan sieht, wie die Gemeinde auf WN-Anfrage schildert, so aus: Die Wahlbenachrichtigungen werden ab dem 24. August durch die Citeq, ein in Münster ansässiger IT-Dienstleister für eine Vielzahl von Kommunen in der Region, versandt.

Antrag zur Briefwahl ab 16. August

Die Gemeinde erwartet, zumal in anhaltenden Corona-Zeiten, ein hohes Interesse daran, die Stimme abzugeben, ohne ein Wahllokal aufzusuchen: Briefwahlunterlagen können frühestens ab dem 16. August online auf der Homepage der Gemeinde Senden beantragt werden. Dies ist auch schriftlich oder per E-Mail möglich. In dem Antrag muss der vollständige Familienname, die Vornamen, das Geburtsdatum und die Wohnanschrift angegeben werden, erläutert Niklas Esser als ein Sprecher der Gemeinde. Wer für eine andere Person einen Antrag stellt, muss eine entsprechende Vollmacht vorweisen. Die Briefwahl kann auch während der Öffnungszeiten im Rathaus persönlich beantragt werden. Eine telefonische Beantragung ist nicht möglich.

In den Wahllokalen werden Vorkehrungen getroffen, um den Infektionsschutz für die Bürgerinnen und Bürger sowie besonders für die Wahlhelfer-Teams zu gewährleisten. Die Räume werden, wie bei der vorigen Kommunalwahl, mit Spuckschutzwänden, Desinfektionsspendern und desinfizierten Kugelschreiben ausgestattet. Außerdem wird darauf geachtet, dass je nach Größe des Wahlraumes eine festgelegte Anzahl der gleichzeitig anwesenden Wähler nicht überschritten wird und Abstände in den Warteschlangen eingehalten werden. Hinsichtlich einer eventuellem Maskenpflicht vor und in den Wahllokalen bleibe die dann gültige Corona-Schutzverordnung abzuwarten, so die Gemeinde.

Helferteam für Wahllokale steht

Die Wahlhelferplanung ist dort bereits abgeschlossen. Vor der jüngsten Kommunalwahl im vorigen September hatte die Verwaltung die Akquise neuer Kräfte gestartet. Ihre Rekrutierung habe keine Probleme bereitet, lautete damals das Fazit. Auf den öffentlichen Aufruf hatten sich viele Freiwillige gemeldet, unter den Ehrenamtlichen im Dienste der Demokratie fanden sich auch viele junge Leute.

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