1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Der Lockruf der Heimat

  8. >

Unternehmer im Ortskern bündeln Kräfte

Der Lockruf der Heimat

Senden

Der Ortskern wandelt sich – vom Kanal bis zum Laurentius-Brunnen – zum Positiven. Das erkennt der Gewerbeverein Senden an. Gleichwohl sei es nötig, mit Aktionen wie der Kampagne „Heimat shoppen“ darauf hinzuweisen, wie wichtig Handel, Gastronomie und Dienstleister für die Lebensqualität vor Ort sind.

Von Dietrich Harhues

Laden zum „Heimat shoppen“ ein: Nicole Lipke (Engel Apotheke, v.l.), Silke Wisner („Gesunde Schuhe“), Werner Rolfes (Optik Dalinghoff), Kathrin Malkemper (Modebox), Nadine Palz (Parfümerie Palz) und Andreas Halsbenning (Optik Büttner), stellvertretend für die Händler im Ortskern, die Aufmerksamkeiten für die Kunden bereithalten. Foto: di

Die Zuversicht ist da. Manfred Tiemann, Vorsitzender des Gewerbevereins, sieht jedenfalls einen positiven Wandel, den Sendens Ortskern erlebt – in dem dieser aber auch noch steckt. „Die Aufenthaltsqualität steigt“, zieht der Gilden-Chef ein Fazit der bisherigen ISEK-Maßnahmen. Und es sei zu spüren, dass mehr Leben im Ortskern herrscht, pflichtet Monica Eckmann, stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, bei. Die Umgestaltung rund um den Laurentius-Brunnen, den Kirchplatz und am Kanal sei „durchweg positiv umgesetzt“ worden und werde auch so wahrgenommen, schildert Eckmann. Dass verstärkt Besucher (darunter auswärtige Radler, die am Kanal abbiegen) Sendens gute Stube aufsuchen, ändere aber nichts daran, dass es sinnvoll sei, die Kräfte der Kaufleute zu bündeln, so die Führungsriege des Gewerbevereins.

Monica Eckmann vom Vorstand des Gewerbevereins über die Initiativen, den Ortskern zu stärken

Unter diesem Vorzeichen steht beispielsweise das „Heimat shoppen“, zu dem am Freitag und Samstag (10./11. September) in 36 Städten und Gemeinden des Münsterlandes und der Emscher-Lippe-Region (IHK-Bezirk) aufgerufen wird. Ziel ist es, die Bedeutung lokaler Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister für die Lebensqualität in den Kommunen ins Bewusstsein zu rücken, lautet die Mitteilung der IHK Nord Westfalen, Impulsgeber der Initiative. „Noch nie war Heimat shoppen so wichtig wie jetzt“, betont Michael Radau, Gründer der SuperBioMarkt AG, Kammer-Vizepräsident und Präsident des Handelsverbandes NRW.

Die Notwendigkeit, auch die Menschen in Senden zu sensibilisieren, bestehe „auf jeden Fall“, schließt sich Monica Eckmann diesem Tenor an. Es sei „absolut wichtig“, ein Zeichen zu setzen. Eine Geste der Wertschätzung an die Kunden – , die mit einer Rose begrüßt werden könnten und denen buchstäblich der rote Teppich ausgerollt werden soll.

Was die einzelnen Betriebe am Freitag und Samstag auf die Beine stellen, ist ihnen überlassen. Angesichts der Corona-Vorzeichen blieb eine vorausschauende generalstabsmäßige Planung wie beispielsweise 2019 aus; damals hatten Händler und Heimatverein mit anekdotenreicher Tour durch die Läden und Verlosung hohe Maßstäbe gesetzt.

„Sendener Herbst“ legt weitere Pause ein

Die Hartnäckigkeit der Pandemie hat ebenfalls dazu beigetragen, dass der „Sendener Herbst“ auch in diesem Jahr nicht über die Bühne gehen soll. Zwar hätte die aktuelle Coronaschutzverordnung die Durchführung ermöglicht, doch das Echo bei den Unternehmern, das Projekt kurzfristig noch zu stemmen, sei „verhalten“ ausgefallen, wie Tiemann auf WN-Anfrage schildert. „Die Chance hatte sich aufgetan“, so der Vorsitzende der Gilde. Der schmale zeitliche Korridor hätte an dem Tag der Bundestagswahl, dem 26. September, bestanden.

Tiemann pocht darauf, dass die Händler, Gastronomen und Dienstleister im Zentrum Sendens noch einmal Gas geben. Denn wenn die Bautrupps zur Umgestaltung der Herrenstraße (beginnend ab dem Kirchplatz) anrücken, werden Kunden eine ganze Zeit lang ausgebremst. Nach Angaben des Gewerbevereins soll der Baustart, der mit verkehrlichen Beeinträchtigungen einhergeht, schon im Oktober erfolgen.

Gewerbeverein peilt schon „Sendener Advent“ an

Der Gewerbeverein Senden peilt ein Event an, das 2020 Corona-bedingt ausfallen musste: Der Sendener Advent soll in diesem Jahr gefeiert werden. Die Vereine, die sich mit Ständen beteiligen, seien angeschrieben worden. „Es wird gut angenommen“, zieht Manfred Tiemann, Vorsitzender der Gilde, ein erstes Fazit. Der Budenzauber soll am 4./5. Dezember (Samstag/Sonntag) stattfinden. Wenn die Bauarbeiten an der Herrenstraße bereits im Herbst starten, sollen sich die Stände und Buden auf dem Kirchplatz gruppieren, gibt Tiemann den Stand der Planungen an.

Startseite