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Ahmad Omar offizieller Integrationshelfer

Dialog suchen – Brücken schlagen

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Ahmad Omar schlägt seit Langem Brücken und pflegt den Dialog über Grenzen von Sprachen, Kulturen und Religionen hinweg. Jetzt fungiert er auch offiziell als Integrationshelfer.

wn

Unentbehrlicher Baustein: Ahmad Omar ist seit dem 1. Juli als Integrationshelfer tätig. Foto: Flüchtlingshilfe Senden

Die Gemeinde Senden unterstützt die Integrationsarbeit der Flüchtlingshilfe, die sich freut, Ahmad Omar aus dem Irak seit dem 1. Juli offiziell als „Integrationshelfer“ beschäftigen zu können. Dies wurde durch einen Finanzzuschuss der Gemeinde möglich, für den die Ratsparteien im Sozialausschuss einstimmig votiert hatten.

Nachdem Omar seit einem Jahr als Bundesfreiwilligen-Helfer mit seinem sozialen Engagement der Gemeindeverwaltung zur Seite gestanden hat, kann dieser Einsatz nun unter einem anderen Vorzeichen weitergeführt werden. Hierzu gehören unter anderem die regelmäßigen Sprechstunden im Büro der Flüchtlingshilfe und die Begleitung von Zugewanderten zu Ämtern, Schulen, Kindergärten und zu Ärzten. Mit seinem unermüdlichen Einsatz als Dolmetscher und Berater, so heißt es in der Pressemitteilung der Flüchtlingshilfe Senden, hat er sich nicht nur eine außerordentliche Kompetenz in behördlichen Vorgängen erworben, sondern auch eine hohe Wertschätzung durch die Betreuten und die Gemeinde.

Seine stets hilfsbereite und offene Umgangsart mit Menschen jedweder Herkunft und Art hat Vorbildcharakter und ist inzwischen ein unentbehrlicher Baustein für weitere Integrationsbemühungen in Senden geworden, würdigt die Flüchtlingshilfe.

Dies erscheint um so wichtiger, als sich zunehmend weniger Deutsche bereit finden, die langfristige Aufgabe einer integrativen Flüchtlingsbegleitung zu unterstützen. Motivierend für andere ist so auch sein Engagement im neu gegründeten „Integrationsrat“ Zugewanderter verschiedenster Herkunft. Omar, der seit 14 Jahren in Senden lebt, ist es ein wichtiges Anliegen, seine Landsleute und auch Zugewanderte aus anderen Ländern zu motivieren, eigene Impulse und Beiträge in die deutsche Gesellschaft zu tragen und aktiv an der eignen Integration teilzunehmen. Dementsprechend gibt es kaum eine Dialog-Veranstaltung mit Zugewanderten, die nicht von seiner Organisationshilfe und seinem umfangreichen Kommunikationsnetz profitiert. „Integration“ als zweiseitiger Prozess ist das, was Ahmad Omar lebt. Die Flüchtlingshilfe hofft, dass sein Vorblid in Zukunft weitere „Ahmads“ zum Engagement ermutigt.

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