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Harry Wijnvoord

„Dschungelcamp hat mir das Leben gerettet“

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Treffen unter Entertainern: Der Wahl-Sendener ist zu Gast in der Adam-Riese-Show, bei der die Gäste einen gepflegten Talk mit prominenten und spannenden Menschen aus Münster und der Region erleben.

Peter Sauer

Adam Riese hat in seiner Show am 25. Februar den Wahl-Sendener Harry Wijnvoord zu Gast, der aus seinem (Fernseh-)Leben berichten wird. Foto: Adam Riese Show

In seiner guten Stube in der Bauerschaft Schölling legt er frisches Holz nach. „Auch mein West-Highland-Terrier Luna muss es schön warm haben.“ Zwischen Auftritten auf Galas, Messen und TV-Auftritten bereitet sich Harry Wijnvoord auf ein Heimspiel vor. Am 25. Februar ist er Gast bei der Adam Riese-Show in der „Cloud“ in Münster.

Seit 20 Jahren lebt Wijnvoord in Senden. Der Niederländer zog damals der Liebe wegen ins Münsterland. Die Dame ist zwar mittlerweile nicht mehr an seiner Seite, geblieben ist der Kult-Moderator („Der Preis ist heiß“) dennoch: „Ich fühle mich in Senden angekommen: ruhig, viel Natur, nette Nachbarn. Es gibt eine gute Autobahnanbindung.“

Ganz ohne Star-Allüren kennen ihn die Sendener – ob an der Fleischtheke, auf dem Maifest oder im Eiscafé.

Ärger über Einbruch in Schöllinger Wahlheimat

2016 setzte er sich per Video für den Breitband-Anschluss ein. Seine Laune ist fast immer gut. Einzige Ausnahme: Vergangenen Herbst klauten ihm Einbrecher kostbare Manschettenknöpfe von seinem Großvater, historische Uhren und Taschen. „Obwohl ich 2000 Euro Belohnung aussetzte, stellte die Polizei im Januar das Verfahren ein.“

In der Adam-Riese-Show wird Harry Wijnvoord erzählen, wie er als junger Kürschnerlehrling zu „faul und aufsässig“ war und auf einem Schiff nach Hollywood von RTL für „Der Preis ist heiß“ entdeckt wurde. Von 1989 bis 1997 produzierte er 1873 Folgen. „In 30 freudigen Minuten pro Ausgabe steckte viel Arbeit“, blickt Wijnvoord zurück. „Wir machten vier Sendungen pro Tag, und das dann drei Wochen ohne Pause.“

TV-Show führt zu rettendem Arztbesuch

Seine Teilnehme am Dschungelcamp 2004 bereut er auch heute nicht. „Das Dschungelcamp hat mein Leben gerettet“, betont er. Jeder Kandidat muss vorher einen Gesundheitscheck machen. „Die Ärztin in Senden stellte fest, dass mein Blutdruck 220 zu 150 war, viel zu hoch. Auch meine Zuckerwerte lagen bei 400. Die Diagnose: Diabetes.“ Harrys Vater war an Diabetes gestorben. „Das Dschungelcamp war für mich eine glückliche Fügung. Sonst hätte ich so weiter gelebt wie bisher und hätte nie bemerkt, dass ich diabeteskrank bin.“

„Ich sehe jeden Morgen denselben verschmitzten, netten und komischen Harry vor mir.“ Foto: Privat

Aktuell arbeitet Wijnvoord bei Sonnenklar TV, als Urlaubsberater und -begleiter. Unter anderem besucht er mit Touristen Film-Set Orte wie Marokko, wo auch „Games of Thrones“ gedreht wurde. Alt fühlt er sich nicht mit 68: „Ich sehe jeden Morgen denselben verschmitzten, netten und komischen Harry wie vor 20 Jahren.“

2018 will der Sendener wieder für die „Royalfisch-Kinderhilfe“ benachteiligte Kinder und Jugendliche im In- und Ausland begleiten, mit seinem Wohnmobil mehr reisen. „Das ist mein Appartement auf vier Rädern.“ Und mehr Sport machen! „Mein Handicap beim Golfen will ich in Nordkirchen verbessern“, nimmt er sich vor, „es liegt schon länger bei 54.“

Zum Thema

Karten für die Adam-Riese-Show am 25. Februar ab 19 Uhr in der „Cloud“ gibt es im WN-Ticket-Shop (Prinzipalmarkt 13-14), bei Jörgs CD-Forum (Alter Steinweg 4) und online: www.sound-lake-city.de

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