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Stiftung Altes Zollhaus: Anerkennungsurkunde übergeben

Ehrenamt hat ein Zuhause

Senden

Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergab die Anerkennungsurkunde der Stiftung „Altes Zollhaus – Haus des Ehrenamtes“ in Senden persönlich. Die Behördenchefin betonte, dass die üppige Förderung durch das Land am Anfang des Projektes keineswegs gewiss gewesen sei.

Von Dietrich Harhues

Vor dem Herdfeuer: Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergibt die Stiftungsurkunde an die Vorsitzende des Heimatvereins Senden, Agnes Wiesker. Foto: di

Die Behördenchefin, die pünktlich eintrudelte und sich etwas mehr Zeit nahm als erwartet, kam mit Vorkenntnissen, einem amtlichen Dokument – und einem dicken Kompliment. Senden habe eine „so engagierte“ Bürgerschaft. Dazu beglückwünschte Dorothee Feller Sendens Bürgermeister Sebastian Täger und die Gästeschar im Alten Zollhaus. Dass sich die Bevölkerung so ausdauernd und intensiv einbringt, „ist nicht selbstverständlich“, betonte die Regierungspräsidentin. Sie ließ es sich am Mittwoch nicht nehmen, die Anerkennungsurkunde der „Stiftung Altes Zollhaus – Haus des Ehrenamtes“ persönlich zu übergeben.

Und zwar nicht – wie üblich – in ihrem Amtssitz an Münsters Domplatz, sondern an dem Ort, den die Stiftung mit Leben erfüllen soll. „Als Haus für alle“, wie Feller ergänzte.

Sie hob die Bedeutung der Vereine – „sie machen den Wert des Ortes aus, geben ihm ein Gesicht“ – für die gespürte Lebensqualität hervor. Wie wichtig diese Funktion sei, habe sich erst gerade in der Corona-Pandemie gezeigt, sagte die Regierungspräsidentin.

Zuschuss „nicht aus der Portokasse“

Feller schilderte, sie habe das Projekt die ganze Zeit über begleitet. Und räumte ein, dass die Frage, wie sich eine Förderung hinbekommen lasse, offen gewesen sei. Mit 1,98 Millionen Euro aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ sei das Land aber schließlich mit einem „ganz guten Betrag“ in die Finanzierung eingestiegen. „Das zahlt man nicht aus der Portokasse“, unterstrich die Regierungspräsidentin.

Dass dieses Ausmaß an Unterstützung wertgeschätzt wird, versicherte Agnes Wiesker, Vorsitzende des Heimatvereins Senden und Vorstandsmitglied der Stiftung. Sie richtete ein „herzliches Dankeschön an alle, die sich eingebracht haben“. Dazu zählten Gemeinde Senden und Bezirksregierung sowie alle, die Spenden oder Arbeitsleistung beigesteuert hätten. Zwei Akteure hob Wiesker aus diesem Kreis hervor: Prof. Dr. Rolf-Dieter Theisen, der seine Fachkenntnisse als Jurist bei der Entwicklung von Stiftungssatzung und Überlassungsvertrag einfließen ließ, und Karl Schulze Höping, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins und quasi Bauleiter beim Einsatz der ehrenamtlichen Helfer.

Dank für ehrenamtliche Helfer

Wie hoch deren Anteil am Baufortschritt war, versah Bürgermeister Sebastian Täger mit einem Rufzeichen: „Danke, danke, danke. Bleiben Sie weiterhin mit Herzblut dabei!“ Im Namen des Stiftungsbeirats betonte Günter Mondwurf gegenüber den WN: „Das Ehrenamt hat endlich ein Zuhause.“ Er gestand ein, dass gut drei Millionen Euro Projektkosten hoch seien. „Aber das Ehrenamt ist unbezahlbar.“

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