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Dreck und Vandalen an Hartz Büschken

Ehrenamtliche kämpfen gegen Party-Müll

Ottmarsbocholt

Der Grillplatz Hartz Büschken erfreut sich großer Beliebtheit. Doch nicht alle Besucher wissen sich zu benehmen. Die Ehrenamtlichen des Heimatvereins ärgern sich, dass das der Platz mit der Schutzhütte im Grüne zuletzt wieder massiv verunreinigt wurde.

Sigmar Syffus

Stefan Frie ist ein Gemütsmensch, der sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Doch nachdem der Grillplatz „Hartz Büschken“ in kurzer Zeit mehrfach massiv verunreinigt wurde, hat der Vorsitzende des Heimatvereins Ottmarsbocholt „einen richtig dicken Hals“, wie er selbst einräumt. Deshalb werde in der nächsten Vorstandssitzung darüber beraten, ob an dem beliebten Treffpunkt für Besucher aus Nah und Fern eine Kamera zur Videoüberwachung installiert werden soll.

„Unliebsame Gäste haben die Schutzhütte in den vergangenen vier Wochen drei Mal heimgesucht. Als Ehrenamtliche sorgen wir dafür, dass ein schöner Platz für die Allgemeinheit vorhanden ist. Doch ein paar Leute verderben einem die Freude daran. Vor allem nach dem Wochenende sah es an Hartz Büschken aus wie Sau“, ärgert sich Frie und beschreibt die von ihm vorgefundene Situation: „Pizzakartons, Wodka- und andere Flaschen sowie kleine Portionsflaschen lagen teilweise zerschlagen herum. Die scharfkantigen Splitter waren in der gesamten Hütte verteilt und bildeten eine Gefahr für jeden der sich hier aufhalten wollte. Auch die Umgebung war mit Papiertaschentüchern und anderem Müll garniert.“ Etiketten und Aufdrucke ließen vermuten, dass die Hinterlassenschaften von „Gästen“ aus Ottmarsbocholt stammen, glaubt Frie.

Reinigungsaktion

Dem Vorstand des Heimatvereins sorgt sich um die Vorfälle an Hartz Büschken. Denn die Schutzhütte wird von den Ehrenamtlichen nicht nur gepflegt. Sie wurde bereits zwei Mal mit viel Einsatz wieder aufgebaut: nach Brandstiftungen im November 2012 und im April 2015.

Stefan Frie hofft, dass sich engagierte Mitbürger von den jüngsten Vorfällen nicht entmutigen lassen und sich stattdessen mit besonderem Schwung an der Aktion „Saubere Landschaft“ am 18. März (Samstag) beteiligen werden.

Bereits vor vier Wochen hatten Unbekannte einen Stapel Pflastersteine, der hinter der Hütte lagerte, in die Grillstelle geworfen und einen angekokelter Holzklotz ins Gebälk gelegt.

Auf Hinweistafeln bittet der Heimatverein Ottmarsbocholt die Nutzer von Hartz Büschken, den Platz sauber zu hinterlassen. „Das funktioniert in der Regel – auch im Sommer, wenn die Hütte mehrmals im Monat genutzt wird“, sagt Frie. Mittlerweile hat sich der Charme des lauschigen Plätzchens weit herumgesprochen. Vor einiger Monaten habe dort ein Dienstgruppe der Polizei aus Essen gefeiert. Auch eine Anfrage aus Köln sei bei ihm eingetroffen, so der Vorsitzende des Heimatvereins.

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