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Notfall-Plaketten an öffentlichen Bänken

Ehrenamtlicher Einsatz erhöht Sicherheit

Senden

Wer Hilfe braucht auf Touren durch die Natur, der muss wissen, wo er gerade ist. Genau diese Info bieten die Notfall-Plaketten, die auch in Senden auf Bänke montiert wurden. Heimatvereine und Gemeinde zogen jetzt einen Schlussstrich unter das Projekt.

Von Dietrich Harhues

Gemeinschaftsaktion: Alle drei Heimatvereine beteiligten sich an dem Vorhaben, öffentliche Bänke in Senden, Bösensell und Ottmarsbocholt mit Notfall-Plaketten zu versehen. Foto: di

Es war eine Geste, die zum Preis passte. Der Heimatverein „spendierte“ Ende 2019 die ergatterten 500 Euro für ein Projekt, unter das jetzt ein Schlussstrich gezogen wurde. Die Heimatfreunde zählten zu den Gewinnern beim erstmals vergebenen Ehrenamtspreis der Gemeinde Senden. Mit den 500 Euro wurde der Startschuss abgefeuert für das Projekt, die Bänke in Senden und allen Ortsteilen mit Notfall-Plaketten zu versehen.

Insgesamt 270 Tafeln hatte das Metallbauunternehmen Heimann zum Selbstkostenpreis für das Vorhaben besorgt. Diese an den Bänken im Gemeindegebiet zu befestigen übernahmen die drei Heimatvereine mit Unterstützung des Bauhofs.

Erwin Oberhaus, Koordinator im kommunalen Bauamt, dankte für die Zusammenarbeit, die dem Sinn des Ehrenamtspreises entsprach. „Der Bauhof wurde entlastet“, so Oberhaus, der anerkannte, dass bei den freiwilligen Helfern für das Montieren der Plaketten „einige Stunden drauf gingen“.

Rettungsleitstelle kennt Koordinaten

Die Notruf-SOS-Nummer 112 findet sich auf den Tafel sowie eine spezifische Nummer, deren genauen Standort-Koordinaten bei der Rettungsleitstelle hinterlegt sind. Angesichts des zunehmenden Dranges, Freizeit an frischer Luft zu verbringen, sind die Notfall-Plaketten „eine gute Sache“, wie Oberhaus betonte.

In den Dienst der guten Sache stellten sich in Senden besonders Christian Oelerich, Stephan Niehues, Carsten Weier und Carsten Wiesker, die allein in diesem Ortsteil 170 Plaketten montierten. Was auch mit einer geselligen Note bei den Radtouren durch die Bauerschaften verbunden war, wie es beim Pressetermin am Freitagabend hieß.

In Bösensell hatte Matthias Foschepoth sich um das Fotografieren und Erstellen der Koordinaten der Bänke verdient gemacht, montiert wurden die rund 45 Tafeln von Manfred Große Höckesfeld und Hubert Mersmann.

In Ottmarsbocholt machten sich Josef Lindfeld und Werner Welslau auf den Patt. Sie hatten mit dem Akkuschrauber die rund zwei Drittel der insgesamt etwa 65 Bänke in ihrem Ortsteil vor der Brust, die zum Bestand des örtlichen Heimatvereins gehören.

Wer jetzt also mitten in der Natur Hilfe braucht, profitiert von mehr Sicherheit, weil der genaue Standort präzise angegeben werden kann. Das ist das Hauptziel des Projektes, das zugleich aber den Schulterschluss zwischen den Heimatvereinen gestärkt hat. 

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