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Erste Ergebnisse an weiterführenden Schulen

Ein positiver Befund bei den Schüler-Selbsttests

Senden

Die Selbsttests von Schülern an den weiterführenden Schulen in Senden sind weitgehend abgeschlossen. Ein einziger Fall einer Corona-Infektion trat dabei zutage.

Dietrich Harhues

Ulrich Staarmann, stellvertretender Schulleiter des Joseph-Haydn-Gymnasiums, mit den Test-Kits, die eingesetzt worden sind. Foto: di

Die Selbsttests an den weiterführenden Schulen sind weitgehend abgeschlossen. Das laut Anfrage der WN-Lokalredaktion bisherige Ergebnis: Ein positiver Befund an der Edith-Stein-Schule, die bereits am Montag sämtliche Schüler getestet hatte. An Joseph-Haydn-Gymnasium und Geschwister-Scholl-Schule sind bislang keine Corona-Infektionen entdeckt worden.

Am Gymnasium hatten sich die kompletten Jahrgangsstufen Q 1 und Q 2 sowie von den Jahrgängen fünf bis EF die Hälfte der Schülerinnen und Schüler dem Selbsttest unterzogen. Die andere Hälfte wird erst nach den Osterferien an die Reihe kommen, was das Gymnasium mit der Bezirksregierung abgestimmt hat. Durch den wochenweisen Präsenzunterricht und die spätere Lieferung der Test-Kits ergab sich dieses Vorgehen.

Die Durchführung der Selbsttest sei reibungslos verlaufen. „Angesichts einer guten Vorbereitung und Anleitung hatten die Schüler keine Probleme“, lautet das Fazit von JHG-Schulleiter Frank Wittig, der mit gewissen Komplikationen gerechnet hatte. Doch: Der Ablauf habe „super geklappt“. Wenn nach den Osterferien regelmäßig zwei Mal pro Woche getestet werden soll, halte sich der Aufwand in zumutbarem Rahmen, weil dann noch mehr Routine in Organisation und Durchführung entstehe. Die Vorteile engmaschiger Tests seien „nicht von der Hand zu weisen“, so der JHG-Schulleiter.

Dass das Test-Prozedere „gut funktioniert“ habe, bestätigt auch die Geschwister-Scholl-Schule (GSS). Dort sind alle Selbsttests abgeschlossen außer einer Gruppe der 8. Klassen, die sich während der Testphase in ihrer Berufsfelderkundung befunden habe. Regelmäßige Tests begrüßt GSS-Schulleiterin Ulrike Machers: „Wenn das Sinn haben soll, muss das zwei Mal die Woche gemacht werden.“

Befund führt zu keiner Quarantäne

Der Infektionsbefund an der Edith-Stein-Schule stellte die Strukturen dieses Verfahrens auf den Prüfstand. „Uns wurde bescheinigt, dass wir uns vorbildlich verhalten haben“, gibt Schulleiter Rainer Leifken die Einschätzung des Kreisgesundheitsamtes wieder. Am Montag in der ersten Stunde begannen für alle Schüler die Selbsttests. Das in einem Fall auffällige Ergebnis habe um 8.20 Uhr vorgelegen. Woraufhin der Schüler sofort isoliert worden sei. Eine Quarantäne hat das Gesundheitsamt weder für die anderen Schüler noch für Mitglieder des Lehrerkollegiums verhängt, berichtet Leifken unserer Zeitung. Die Ansteckungsgefahr sei als gering eingestuft worden, weil zuvor das Wochenende lag und sich der Schüler nur wenige Minuten am Montag in der Schule aufgehalten hat. Das Ergebnis des Selbsttests erwies sich als korrekt, denn es wurde durch einen PCR-Test untermauert. Der eine bestätigte Corona-Fall habe schon zu einer „gewissen Anspannung“ an der Schule geführt, räumt Leifken ein. Doch am Mittwoch seien die betroffene Klasse und das Lehrerkollegium nochmals getestet worden – mit dem erleichternden Ergebnis, dass alle Befunde im grünen Bereich lagen.

Leifken plädiert für den Einsatz der Selbsttests, deren Abwicklung „absolut kein Problem“ dargestellt habe. „Alle wollen eine sichere Schule“, betont der Rektor. „Dann müssen wir auch was machen.“ An den Tests gehe kein Wege vorbei. Sie seien ein Beispiel dafür, dass man das Beste aus der herausfordernden Sache machen sollte, statt „das Haar in der Suppe zu suchen“, appelliert Leifken.

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