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Straßenbezeichnungen in der Huxburg

Eine Allee verbindet viele Literaten

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Die Debatte zog sich über mehrere Sitzungen hin, jetzt entschied der Gemeinderat, wie die Straßen im neuen Baugebiet Huxburg heißen sollen. Einwände des Heimatvereins verhallten weitgehend ungehört.

-di-

In der letzten Ratssitzung des Jahres ergriff Karl Schulze Höping das Wort, um für den Heimatverein eine Anregung zur Namensdebatte der Straßen in der Huxburg beizusteuern. Foto: di

Die letzte Ratssitzung des Jahres startete wie jede: mit der Einwohnerfragestunde. Diese nutzte Karl Schulze Höping, um als Vorstandsmitglied des Heimatvereins das Wort zu ergreifen. Weniger mit einer Frage denn mit einem Plädoyer. Denn der Heimatverein hadert mit der Straßenbezeichnung im Bereich des Bebauungsplans Huxburg.

So wird landläufig das Areal genannt, auf dem die Erschließung läuft und die Häuselbauer mit der Baggerschaufel „scharren“. Doch mit dieser Bezeichnung ist verbunden, was dem in der Lokalgeschichte überaus beschlagenen Schulze Höping quer runtergehen dürfte: „Damit ist eingetreten, was den historischen Gegebenheiten widerspricht“, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins. Richtiger wäre es, das Gebiet der benachbarten Mönkingheide zuzuschlagen, ergänzte Schulze Höping. Die Huxburg (Huckesborg) liege drei Kilometer östlich des neuen Baugebietes.

Heimatverein schon früher interveniert

Diese Erkenntnis ist der Verwaltung nicht neu, denn schon 2018 habe der Heimatverein nachdrücklich darauf hingewiesen, heißt es in der Beschlussvorlage. In der Ratssitzung räumte Bürgermeister Sebastian Täger ein, dass die Benennung von Straßen ein „schwieriges Thema ist“.

Sascha Weppelmann blieb für die CDU bei dem Vorschlag, das ganze Areal Huxburg zu nennen – „ob es historisch korrekt ist oder nicht“. Denn in der Bevölkerung werde das Gebiet mit dieser Bezeichnung gemeint.

Das Sendener Bündnis (Grüne, SPD, FDP, UWG) setzte sich aber bei Enthaltung der CDU damit durch, die Stichstraßen nach bekannten Schriftstellerinnen und Schriftstellern zu benennen. Für die Hauptachse wurde eine geradezu salomonische Lösung gefunden: Sie soll „Huxburger Allee“ heißen. Was immerhin andeutet, dass die Straße erst zur historisch authentischen Huxburg führt. Bernd Aundrup (CDU) hatte als Landwirt (denen die Flächen entnommen worden seien) eine Lanze dafür gebrochen, alte Flurnamen zu verwenden.

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