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Debatte im Ausschuss

Einigkeit im Ziel: Bösensell soll wachsen dürfen

Bösensell

Um die Infrastruktur zu sichern, soll Bösensell wachsen. Ein Ziel, das die CDU seit Langem mit Nachdruck verfolgt. Nach längerer Debatte und einer Überarbeitung ihres Antrags, wurde der Vorstoß von allen Fraktionen im Ausschuss mitgetragen.

In Bösensell soll eine wohnbauliche Entwicklung ermöglicht werden. Als Suchraum gelangt vor allem der Bereich östlich der L 550 ins Visier. Foto: Karte: Gemeinde Senden/Foto: Peperhowe

Auf 2788 Einwohner bringt es Bösensell, weist die Gemeindestatistik zu Ende 2020 aus. Diese Zahl soll nicht nur gehalten, sondern möglichst noch erhöht werden. Dass der Ortsteil wachsen soll, darin bestand in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Digitalisierung Einvernehmen über Parteiengrenzen hinweg. Lange debattiert wurde am Donnerstagabend aber über die Art und Weise.

Ausgelöst wurde die Diskussion durch einen Antrag der CDU. „Eine weitere wohnbauliche Entwicklung Bösensells ist im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Ortsteils zwingend“, heißt es in seiner Begründung. Georg Jacobs fasste den (wiederholten) Vorstoß seiner Fraktion so zusammen: „Wer Bösensell sichern will, stimmt zu.“ Der CDU-Ratsherr aus Bösensell wandte sich geradezu flehentlich an die anderen Fraktionen, durch einen einstimmigen Beschluss ein nachdrückliches politisches Zeichen auszusenden. Und zwar an die Bezirksregierung. Denn dort wird gerade – wie berichtet – der Regionalplan fortgeschrieben. Gespräche mit der Gemeinde Senden über deren Potenzialflächen und Suchräume stehen in der kommenden Woche an, bestätigte Beigeordneter Klaus Stephan in der Sitzung.

Antrag droht das Scheitern

In dieser zeichnete sich aber zuerst kein Rückhalt für den CDU-Vorstoß ab. Formulierungs- und Sachfragen standen dem entgegen. Thomas Hageney (UWG) hinterfragte den Passus im Antrag, wonach Planungen, die weiteren Wohngebieten östlich der L 550 und nördlich der L 551 (Weseler Straße) entgegenstünden, seitens der Gemeinde „nicht unterstützt“ werden sollen. Dass hinter diesem Satz im Antrag die Abwägung stehe, dass Wohngebiete im Zweifel Windkraftanlagen vorzuziehen seien, bestätigte Jacobs. Allerdings sei inzwischen geklärt, dass dieser Zielkonflikt gar nicht bestehe.

Bürgermeister baut Brücken

Dass nicht nur auf der östlichen Seite nach Entwicklungsmöglichkeiten geschaut werden solle, machte Sandra Maaß (Grüne) geltend. Sie stellte in Aussicht, dass auch am westlichen Rand von Bösensell „neue Optionen“ bestehen könnten. Der „ganze Westen“, so hingegen Bürgermeister Sebastian Täger, sei „intensiv untersucht worden“. An den Ergebnissen, dass dort teils mehrere K.O.-Kriterien einer Wohn-Ausweisung entgegenstehen, habe sich nicht geändert. Dennoch solle abermals ganz Bösensell in den Blick genommen werden. Ohne eine zeitliche Frist, bis zu der Voraussetzungen für neue Wohngebiete zu schaffen seien (wie es erst hieß), sondern als Auftrag, die Potenziale im Osten Bösensells abzuklopfen, wurde der CDU-Antrag einstimmig beschlossen.

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