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21 Fahrzeuge an der Steverhalle ausgestellt:

Elektromobile bewegen zum Klimaschutz

Senden

Im Rahmen der Klimaschutzwoche lud die Gruppe Agenda21Senden zu einem Infonachmittag zum Thema Elektromobilität ein. Vor der Steverhalle wurden 21 Elektro-Autos und deren Möglichkeiten vorgestellt.

Sigmar Syffus

„Elektrisch mobil“ ist Martin Parpin (l.) seit elf Jahren. Am Dienstagnachmittag informierte der die Besucher der Ausstellung über Technik und Nutzen seines CityEL. Foto: sff

Wie viel Auto braucht der Mensch ? Von dieser Frage ließ sich Martin Parpin leiten, als er sich vor elf Jahren zum Kauf eines CityEL entschied, eines dreirädrigen Leichtfahrzeugs mit Elektroantrieb. Seither fährt der Ottmarsbocholter mit diesem Wagen zur Arbeit nach Senden oder für Besorgungen nach Münster. „Für lange Strecken nutze ich die Bahn oder Mitfahrgelegenheiten“, sagt Parpin. Am Dienstag war sein Fahrzeug eines von 21, die vor der Steverhalle dem Thema Elektromobilität einen großen Bahnhof bereiteten. Diesen Infonachmittag mit praktischer Anschauung hatte die Gruppe Agenda21Senden im Rahmen der kreisweiten Klimaschutzwoche in Kooperation mit Sendens Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg auf die Beine gestellt.

„Es geht uns um das Thema, wie wir auch in Zukunft mobil sein können“, betont Wolfgang Dropmann, Mitglied der Sendener Agenda-Gruppe. „Elektro-Fahrzeuge sind zwar noch in ihrer Reichweite beschränkt, aber die technische Entwicklung und die Verbreitung von Ladesäulen schreiten voran.“ Und für alle, die nur zwei- oder dreimal im Jahr verreisen, sei die kürzere Reichweite ohnehin kein Problem. Diese wenigen Fälle könnten durch den ÖPNV oder Leihwagen überbrückt werden, so Dropmann. „Wirklich sinnvoll ist der Einsatz der Elektro-Fahrzeuge, wenn der Strom aus alternativen Energiequellen wie Wind, Sonne oder Biomasse produziert wird.“

Diesbezüglich ist Sendens Klimaschutzmanagerin stolz darauf, dass die beiden gemeindeeigenen Ladesäulen bereits mit Öko-Strom betrieben werden. „Zum Schutz unseres Klimas müssen wir weg von fossilen Energieträgern“, unterstreicht Volmerg. Mittlerweile stehen insgesamt vier Ladesäulen in Senden. Kreisweit sind es 34 öffentlich geförderte, von denen 30 von der GFC, der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien, zur Verfügung gestellt werden. Vier weitere gehören der Stadt Dülmen.

Gleichzeitig mit der Ausstellung der Elektro-Fahrzeuge präsentierten die KFD Senden und die KFD Bösensell das Klimaschutz-Paket ihres Bundesverbandes. Landfrauen aus Senden und Bösensell standen zum Thema „Gesunde Ernährung“ Rede und Antwort, stellten eine Ernährungspyramide vor und boten Smoothies an.

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