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„Endlich keine kalten Füße mehr“

Siegmar Syffus

Senden - Was schenkt ein treusorgender Vater seinen beiden vierjährigen Zwillingstöchtern zu Weihnachten: Puppen, Kuscheltiere oder vielleicht auch pädagogisch wertvolles Spielzeug? Andreas Nentwig hat bereits jetzt für Emma und Mia ein Geschenk der besonderen Art in petto: „Die Zwillinge sollen auf dem Fußboden keine kalten Füße mehr bekommen“, sagt der Sendener. Damit das gelingt, legt er in seinem Altbau in der Straße „Droste Gärten“ selbst fleißig Hand an: „Die Kellerdecken-Dämmung mache ich in Eigenleistung. Das kriegt jeder hin, die lässt sich einfach aufkleben.“

Doch die kalten Füße der Zwillinge sind nicht der einzige Grund, warum Andreas Nentwig und seine Frau Birgitt eine umfangreiche (energetische) Sanierung ihres aus dem Jahr 1961 stammenden Hauses in Angriff genommen haben. Neben dem Umweltaspekt ging es dem Ehepaar auch darum, möglichst viel Energiekosten zu sparen.

„Wir verbrauchen pro Jahr etwa 4000 Liter Öl. Durch die Maßnahmen hoffen wir rund 2000 Liter einsparen zu können. Das macht jährlich etwa 1000 Euro aus“, erläutert der Familienvater. Da eine Dachsanierung ohnehin anlag, entschlossen sich die Nentwigs zu einer kompletten Wärmedämmung ihres trauten Heims - vom Dach über die Außenwände bis zum Keller. 35 000 Euro kostet dieses Gesamtpaket, das über ein besonders günstiges Darlehen der KfW-Bank und eine freiwillige Förderung der Gemeinde Senden von 3500 Euro finanziert wird. Ausgeführt werden die Arbeiten von den ortsansässigen Firmen Udo Schicht und „Kleinwechter und Bröker“.

„Durch die Albausanierung ist das Haus nahe am aktuellen Neubaustandard“, sagt Udo Thoms, Energieberater der Gemeinde Senden. Denn der Energieverbrauch pro Quadratmeter sinke von derzeit rund 150 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter auf rund 75 kWh pro Quadratmeter. Für solche Maßnahmen sowie den Bau von Passivhäusern und Energiesparhäusern 40 stelle die Gemeinde Senden freiwillig jährlich insgesamt 35 000 Euro zur Verfügung. Aus dem Topf für 2009 können derzeit noch fünf Vorhaben gefördert werden.

Näher Informationen erteilt Energieberater Udo Thoms unter der Rufnummer 0 25 97/69 93 11.

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