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Frühschoppen der St. Johanni-Schützenbruderschaft

Erst nachdenklich, dann ausgelassen

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Der Frühschoppen der St. Johanni-Schützenbruderschaft begann mit nachdenklichen Worten. Was folgte, war ausgelassene Stimmung und Freude über etwas, was es seit 40 Jahren nicht mehr gab.

Ulrich Reismann

Ausgezeichnet: Beim Frühschoppen konnte Vorsitzender Jörg Pohlmann auch Mitglieder ehren, die der Bruderschaft seit 50 und 60 Jahren die Treue halten. Foto: Ulrich Reismann

Auf die Grundrechte der Meinungs- und Pressefreiheit dürfe man in Deutschland zu Recht stolz sein. Dass davon in der Türkei ganz und gar nicht die Rede sein könne, das wurde vom Vorsitzenden der Johanni-Bruderschaft, Jörg Pohlmann, am Sonntag beim Frühschoppen in aller Deutlichkeit angesprochen.

Das „Streben nach absoluter Macht“, welches Staatspräsident Erdogan auch mit der Inhaftierung politischer Gegner durchzusetzen versuche, „muss uns wachrütteln“. Sehr kritisch setzte sich Pohlmann während seiner Ansprache am Kriegerehrenmal auch mit der „erschreckend hohen Verweigerungshaltung“ der europäischen Staaten bei der Herausforderung auseinander, den Flüchtlingen Obdach zu geben. Dabei prangerte er „das Durchfechten von Einzelinteressen“ vieler Länder an, wodurch die EU „in ihren Grundfesten erschüttert wurde“.

Nach den Vorkommnissen vom Vortag waren alle heilfroh, auf dem Weg von der Kirche bis in die Steverhalle nun von bestem Wetter begleitet worden zu sein. Bei der Freude war anschließend sogar noch eine Steigerung möglich: „Nach 40 Jahren haben wir es endlich mal geschafft, wieder ein Kinderschützenkönigspaar zu ermitteln“. Der Vorsitzende war stolz, und die ganze Halle freute sich ebenso. Und so brauste den Geschwistern Kevin und Ayleen Wawoczy überschwänglicher Jubel entgegen. Von regelrechter Ekstase konnte man dann sprechen, als flotte Musik aus den Lautsprechern kam und die Kinderfahnenschläger schwungvoll zeigten, wie ihre Variante von Spaß und Unterhaltung aussieht.

Für 25 Jährige Mitgliedschaft wurden auf dem Frühschoppen geehrt: Karl-Friedrich Täger jun., Meinolf Ernst, Christoph Redlich, Claus Leonard, Frank Fladrich, Clemens Aldenhövel, Markus Liefländer und Joachim Siepenort.

Seit 40 Jahren dabei sind: Heinz-Albert Koke, Markus Klostermann, Heinz Bergmann, Franz-Josef Korves, Karl Reher jun., Josef Kunstleger, Johannes Hartz, Gerd Löper, Walter Hauschopp, Ludger Rieger, Dr. Wolfgang Leyk, Werner Hohmann, Ulrich Röttger, Mauritius Freiherr Droste zu Senden und Manfred Willeke. Vor 50 Jahren eingetreten sind Hans-Jürgen Hartel und Rainer Pohling. Seit 60 Jahren die Treue halten Josef Kerkenhoff, Ernst Hillenbrand, Hermann Middrup, Ferdinand Leonard sen., Stanislaus Seipelt, Werner Lammert, Franz Vorspohl, Klaus Sennekamp, Bernhard Ridder und Ludwig Scharmann sen.

Die Jubiläums-Königspaare von 1966 heißen bei den Verheirateten Hubert & Änne Sennekamp (beide sind bereits verstorben) und bei den Junggesellen Klaus & Irmgard Sennekamp geb. Ohagen. 1956 hatten bei den Verheirateten Paul Pohlmann und bei den Junggesellen Albert Reismann den Vogel abgeschossen (Beide sind bereits verstorben). Königinnen waren Ehefrau Elfriede beziehungsweise Klärchen Möller geb. Westkamp.

Für über 25-jährige aktive Mitgestaltung des Vereinslebens wurde Markus Wiedebusch und Heiko Pohlmann der Verdienstorden verliehen. Abschließend bekamen die diesjährigen Vereinsmeister im Luftgewehrschießen, Carsten Mengelkamp und Marlene Hohenlöchter, ihre Siegerurkunden überreicht.

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