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Steigender Kostendruck

„Existenz bedrohende Lage“ – Tierfreunde bitten um Spenden

Ottmarsbocholt

Steigende Energie- und Futterkosten bereiten dem Verein „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“ massive Sorgen. Zudem sind während der Corona-Pandemie Veranstaltungseinnahmen weggefallen, sodass nun der Fortbestand des Tierheims gefährdet ist.

Die hohen Energiekosten sowie gestiegene Futterkosten setzten das Tierheim zunehmend unter finanziellen Druck. Daher hofft der Verein „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“ auf Spenden aus der Bevölkerung. Foto: Laura Labudda

Die „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“ fürchtet um den Fortbestand ihres Tierheims in der Oberbauerschaft (Hohe Lucht). „Wir befinden uns in einer Existenz bedrohenden Lage. Nach den Jahren 2020 und 2021 ohne Veranstaltungseinnahmen, brechen uns die Spenden auf breiter Linie weg“, heißt es in einer Pressenotiz des gemeinnützigen Vereins.

Hinzu kommen gestiegene Energie- und Futterkosten sowie ab November ein Preissprung in den Tierarztrechnungen und die Anpassung des Mindestlohns der beiden Teilzeitkräften und der drei Mini-Jobbern, ohne die der Betrieb, vor allem im Vormittagsbereich, nicht möglich wäre. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem bei uns keine Tiere abgegeben, oder einfach nachts vor die Tür oder in Kartons auf den Parkplatz gestellt werden. Oft halb erfroren oder sehr krank“, heißt es weiter. Denn viele Menschen könnten oder wollten sich ein kosterzeugendes Haustier nicht mehr leisten. „Die Kosten bleiben komplett bei uns hängen“, so Maria Eichel, Vorsitzende der „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“, die den Fortbestand des Tierheims bedroht sieht.

Keine staatliche Förderung

Der Verein betreut Lüdinghausen, Olfen Nordkirchen, Senden und Ascheberg. „Leider bekommen wir, außer von der Gemeinde Senden, keinerlei finanzielle oder logistische Unterstützung. Da die geplante staatliche Förderung von Tierheimen nur für Heime greift, die auch Tiere aus der Ukraine betreuen, dieses aber bei uns bisher nicht der Fall war, ist auch hier keine Hilfe zu erwarten“, heißt es in der Pressenotiz. Die Arbeit sei, mit Hilfe der genannten Teilzeitkräfte, „Ehrenamt pur“. Oft körperlich hart und emotional belastend. Ferner erfülle der Verein soziale Aufgaben: Menschen die allein leben, bekommen wieder Kontakte in der Gruppe und bauen Beziehungen zu den Pflegetieren auf.

Ehrenamt und Arbeitsplätze erhalten

„Unsere vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geben täglich alles, damit es im Südkreis eine Anlaufstelle für die Bevölkerung, oft in Notsituationen, weiterhin geben kann“, berichtet Maria Eichel und appelliert an alle Tierfreunde: „Helfen Sie uns durch diese kritische Zeit zu kommen. Tragen Sie zum Erhalt der Arbeitsplätze und des Vereins bei, damit Tieren und auch Menschen, wie in den letzten 21 Jahren, auch in Zukunft geholfen werden kann.“

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten online.

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