Unfall auf der Autobahnbrücke

Fahrerin flüchtet zu Fuß

Senden

Nach einem Unfall auf der Autobahnbrücke bei Bösensell am Dienstagmorgen gegen 4.55 Uhr ist die Verursacherin zu Fuß geflüchtet. Die Polizei verdächtigt eine 49-jährige Sendenerin. Die Frau wurde später stark alkoholisiert an einer Bushaltestelle aufgegriffen.

wn

Nach einem Unfall am Dienstagmorgen gegen 4.55 Uhr auf der Brücke der B 235 über die A 43 ist die mutmaßliche Unfallverursacherin zu Fuß geflüchtet. Einen stark beschädigten schwarzen VW Golf ließ sie zurück, teilt die Polizei mit. Der Wagen war mit dem Hyundai einer 43-jährigen Essenerin zusammengestoßen, die gerade auf die Autobahn abbiegen wollte. Der Golf war auf die Abbiegespur und damit in den Gegenverkehr geraten. Die Essenerin wurde beim Zusammenstoß verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Die Suche nach der Golf-Fahrerin gestaltete sich schwierig, heißt es im Bericht weiter. Sogar ein Polizeihubschrauber wurde zeitweise eingesetzt. Eine Wendung nahm der Fall, als gegen 8 Uhr der Halter des Golf, ein 45-jähriger Dortmunder, seinen Wagen als gestohlen meldete. Denn die Lebensgefährtin des Mannes, eine 49-jährige Sendenerin, wird verdächtigt, mit dem Golf den Unfall verursacht zu haben. Der Grund: Die Frau hatte Zugang zum Wagenschlüssel, zudem haben Unfallzeugen eine zu ihr passende Personenbeschreibungen abgegeben.

Der Dortmunder sagte aus, nicht mitbekommen zu haben, dass seine Lebensgefährtin mit dem Autoschlüssel die Wohnung in Senden verlassen habe. Sie selbst habe ihm am Morgen allerdings mitgeteilt, dass das Auto fort sei. Daraufhin habe er seinen Wagen als gestohlen gemeldet.

Polizisten griffen die gesuchte 49-Jährige später an einer Bushaltestelle in Senden auf. Die Frau war stark alkoholisiert. Die Beamten nahmen sie mit zur Wache. Dort wurden ihr nach einem – wie es heißt – „deutlich positiven Alkohol-Schnelltest“ zwei Blutproben entnommen. Die Frau bestreitet, das Auto gefahren zu sein. Einen Führerschein hat sie nicht. Die Ermittlungen dauern an, der Tatvorwurf lautet: fahrlässige Körperverletzung, Unfallflucht, Fahren unter Alkoholeinfluss, Fahren ohne Führerschein, unbefugter Gebrauch von Kraftwagen und Vortäuschen einer Straftat.

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