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Erstes großes Konzert am Hafenplatz

Feuerprobe am Wasser bestanden

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Tolle Musik, coole Location: Das Konzert des „Magic Mystery Duos“ soll nicht das letzte auf dem neuen Hafenplatz am Kanal gewesen sein. Zur Begeisterung des Publikums trugen viele Umstände bei.

Von Dietrich Harhues

Unbeschwertes Vergnügen: Der Hafenplatz mit seinen Terrassen zum Kanal hat sich als Veranstaltungsort beim Konzert des „Magical Mystery Duos“ bewährt. Foto: Kulturamt/di

Manch Balkon verwandelte sich zur „Theaterloge“, Dachterrassen bescherten den besten Blick, auf der gegenüberliegenden Kanalseite wurden Klappstühle aufgestellt, während es im „Parkett“ an Bierzeltgarnituren und an Stehtischen gemütlich wurde. Geselligkeit, Begegnung und dazu Live-Musik. Dieses Konzept fand am Freitagabend – wie berichtet – viel Anklang.

„Die Leute waren völlig begeistert“, lautet auf Anfrage das Fazit von Kulturamtsleiter Markus Kleymann. Der für „seine“ Sendener Sommerbühnen-Reihe, die mit dem Terrassen-Konzert, ihren Abschluss fand, noch viel Applaus des Publikums einheimste, als Bürgermeister Sebastian Täger die Gäste am Kanal begrüßte.

Die Begeisterung, so Kleymann im WN-Gespräch, habe sich sowohl auf die Musik des „Magical Mystery Duos“ bezogen als auch auf die Location und das Drumherum. Geradezu als i-Tüpfelchen schipperte noch die MS Günther vorbei, deren Herannahen das Bühnen-Duo Michael Mühlmann und Paul McCarthy erkannte und gemeinsam mit dem Publikum einen musikalischen Gruß zum Partyboot auf der Wasserstraße schickte, von wo aus die Geste mit großem Jubel erwidert wurde.

Magical Mystery Duo am Kanal. Foto: di

Dass noch Ballons der Montgolfiade aus Münster die Blicke gen Himmel zogen und eine schicke Yacht die Anlegestelle für eine längere Pause in Senden nutzte, waren der Gunst der Stunde geschuldet.

Und dass die Rahmenbedingungen – also vor allem das Wetter – stimmen müssen, räumt auch Kleymann ein. Der Kulturamtsleiter betätigte, dass die Hafenterrassen, deren inoffizielle Einweihung am Freitag begangen wurde, von nun an in den Reigen der festen Standorte für Live-Events aufgenommen werden sollen.

Die Kanalterrasse hat sich als Veranstaltungsort bewährt. Foto: di

Womöglich könnte bereits in zwei Wochen, einem vorab angepeilten Ausweichtermin, abermals ein Konzert am Kanal über die Bühne gehen. Das „Magical Mystery Duo“, das namensgemäß unzählige Beatles-Songs im Gepäck hatte, fächerte sein Repertoire aber später auch weiter auf. Mit „Gute Nacht, Freunde“ als Zugabe verabschiedeten sich die magischen Musiker gegen 21.45 Uhr von ihrem Publikum, das den Hafenplatz wie verabredet mit Beginn der Nachtruhe um 22 Uhr geräumt hatte.

Dass die Bühne am Wasser ihre Feuertaufe bestanden hat, betonten auch Gäste, die schon zuvor vom Programm auf dem „Cabrio“-Außengelände angetan waren. „Noch viel schöner“, lautete die mehrfache Einschätzung.

Dass Markus Kleymann dem Abend in seinem Resümee das Attribut „unbeschwert“ verpasst, hatte sicherlich auch mit den Corona-Regeln zu tun. Denn diese, so der Kulturamtsleiter, verlangen bei Draußen-Veranstaltungen bis zu 2500 Gästen keine 3G-Regel und keine Masken.

Mit dem Wert von 300 Besuchern, so Kleymann weiter, sei ein für den Platz angemessenes Limit gefunden worden.

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